Spracherkennung und die Folgen

Spielzeuge, die nicht spielen wollen:

Heute iPhone 3 gegen iPhone 4 getauscht, das hat nun eine Sprachsteuerung. Sie können das iPhone auch anweisen, ein bestimmtes Album, einen bestimmten Interpreten oder eine Wiedergabeliste zu spielen, kündigen die Shortcuts der Bedienungsanleitung enthusiastisch an.

Muss ich sofort ausprobieren.

Ich starte mit dem Befehl Sinéad O`Connor. Das ist natürlich schwer – dass das iPhone einen irischen Namen versteht, kann man nicht verlangen. Es spielt jedenfalls Abba. Jessas!

Auch ein technisches Gimmick verdient eine zweite Chance. Also noch einmal – klar, langsam und deutlich: Sinéad O`Connor!

Das iPhone spielt BAP.

Hm, machen wir die Gegenprobe, ich sage: BAP!

Das iPhone ruft meinen Vater an.

Also wieder Gegenprobe, vielleicht muss ich einfach noch langsamer, noch deutlicher werden, mustergültig artikuliere ich: Vater!

Das iPhone ruft Profigolfer Imre Vasvary an.

Eh klar, ich habe mich schließlich schwammig ausgedrückt, zusammenhanglos „Vater“ sagt bald wer. Woher soll das arme Ding wissen, was im Detail gemeint ist. Neuer Versuch, diesmal unmissverständlich: Vater anrufen!

Das iPhone ruft den ehemaligen Ruder-Weltmeister Walter Rantasa an.

Wechseln wir lieber wieder zur Musik, meine Anweisung: U2!

Das iPhone ruft Leo Hrovath an, Sponsoring-Chef einer lokalen Bank.

Darum noch einmal mit Nachdruck: U2! Spielen!

Jetzt wählt es die Fantasie-Nummer 0235. Keine Ahnung, warum es 1 und 4 ausgelassen hat.

Letzter Versuch, zur Sicherheit nehme ich nun Musik vom Bekanntesten, was die Welt zu bieten hat, ich sage laut und deutlich: Beatles!

Darauf spricht es plötzlich zu mir, das iPhone sagt: Sie hören im Anschluss den Titel Cassandra von Abba.

Was hat das Ding nur ausgerechnet mit Abba? Kann es sein, dass Apples Spracherkennung gar keine Spracherkennung ist, sondern ein gewitztes Tool zum Erzeugen von Heiterkeit?

Ich mache zum Spaß noch ein paar Versuche und muss sagen: Das hat was, echt witzig. Nur einmal schrammt das iPhone knapp am Erfolg vorbei: Ich bestelle Sharon Shannon und bekomme Sheryl Crow geliefert, also phonetisch einigermaßen Nachbarinnen.

Verwenden kann man diese Spracherkennung im Alltag wohl nicht, jedoch: Freue mich schon sehr auf die nächste Festivität. Mit dieser Show bin ich zweifellos Star jeder Party.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s