Mac my day!

Wenn sich sonst schon nichts tut, kann durchaus auch ein Tag vor dem Mac (mit öden PCs will ich mich gar nicht erst abgeben) unterhaltsam sein, ich beginne einfach einmal mit Surfen und starte auf orf.at, dort lese ich:

In Tirol sind sie nun draufgekommen, dass irgend eine Behörde, wohl vorweihnachtspunschgetränkt, die Installation eines Hydranten veranlasst hat, nicht jedoch dessen Anschluss ans Wassernetz. Sehr unglückliche Sache, weil deshalb immerhin ein Auto ausgebrannt ist. Hätte die Gesichter der wackeren Feuerwehrleute gerne gesehen: rechtzeitig zum Löscheinsatz vor Ort, zu allem bereit und den Schlauch spritzfertig an der praktischerweise neben dem Brandherd vorhandenen Zapfstelle angeschraubt, Wasser marsch – und dann kommt dort nichts raus.

Sichtung der Mailbox: Da will mir eine Tessa Tessalin die Österreich-Vertretung für ihre Produkte anbieten, ich soll ihr nur zuerst einmal 1.500 Euro per Western Union postlagernd schicken, damit ich danach das große Geschäft machen kann. Genau Tessa, so machen wir´s! Und Wayne D. Okongo, seines Zeichens „Vice Representative Officer“ der „Royal South African Bank of Simbabwe“ (ha, der ist wenigstens originell) versucht mich zu überreden, ihm mein Konto für die Überweisung von 26 Millionen Dollar zur Verfügung zu stellen – die Erbschaft eines verstorbenen Amerikaners, welche er auf einem gestrandeten Account seiner Bank entdeckt hat und um die er das Institut nun zu betrügen gedenkt. Jim Holland wiederum möchte mir edel-aussehende Armbanduhren zum 100 Dollar Preis andrehen, bezahlt werden müsste allerdings akonto…

Mein Liebling ist aber eine Fleurette Gruneberg, sie offeriert mir einen Job, es scheint irgendwie um das Abheben nicht näher definierter Summen von diversen Bankomaten zu gehen. Die Sache eigne sich jedoch, meint die Dame, nur für jemanden, der sich im Klaren ist, dass falls was schief gehen sollte er im bestenfalls mit einer Bewährungsstrafe auskommt. Allerdings sei sie, versichert mir Fleurette, bereits seit 2002 im Geschäft, und seit damals wurden lediglich zwei ihrer Kollegen verhaftet. Und die auch nur wegen ihrer Gierigkeit und Dummheit, beteuert sie. Das beruhigt mich natürlich, denn was sollte da dann für mich schon groß schief gehen.

Sie kennen das sicher alles aus Ihrer eigenen Mailbox und ich frage mich: Es muss ja Leute geben, die auf so einen Schwachsinn hereinfallen, sonst würden nicht nach wie vor Typen damit hausieren gehen. Wer sind diese Opfer? Omas und Opas, mit dem Notebook des Urenkels heimlich zum ersten Mal im Internet? Menschen, von der Post aussortiert und der Polizei nicht angenommen (siehe Blog vom 27. Dezember), auf der Suche nach überraschendem Reichtum und für´s Ausfüllen eines Lottoscheins nicht intelligent genug? Sonstwie Schlichte?

Manchmal ist mir das Leben, seit es WWW gibt, echt ein wenig ein Rätsel. Und dann verabschiedet sich mein Mac, weil Ebe Dye, die freundliche türkische Putzfrau, im Nebenzimmer mit dem Bügeleisen irrtümlich ein Loch ins Stromkabel gebrannt hat und der Trennschutzschalter meine Wohnung mit Kind, Kegel und Computer vom Netz nimmt…

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