Außerirdisch außeririsch

Heute Irland, Schrulliges. Da gibt es allem Anschein nach, lese ich im Standard, einen Wiener Hochschullehrer, ziemlich jung noch, der wechselt als Professor für Altirisch auf die grüne Insel.

Das ist außerirdisch – fast im wahrsten Sinne des Wortes, weil Sie das d ja einfach jederzeit streichen können: Wenn Sie schon einmal versucht haben, auch nur einen einzigen halbwegs korrekten Satz auf Irisch zu formulieren – und selbstverständlich gescheitert sind – wissen Sie, was ich meine. Die Sprache ist so schwer wie nur was und die Aussprache ein Nadelör, durch das Sie mit einer ganzen Kamelkarawane durch müssen. Und Altirisch wird vermutlich ungefähr im selben Ausmaß schwieriger sein als Irisch, wie Althochdeutsch schwerer als Deutsch ist. Professor Stifter hat das aber angeblich in einem einzigen Sommer erlernt.

Da schlägt mo chroí in aufrechter Bewunderung für ein offensichtliches Sprachgenie – oder einen gnadenlosen Übertreiber eigener Fertigkeiten. Egal, Herr Professor scheint jedenfalls durchaus etwas Originelles an sich zu haben. Immerhin hat er der Welt erfolgreichstes Altirisch-Lehrbuch herausgegeben. Drei Auflagen, 2.000 Leser, was es nicht alles gibt. Aber es geht noch weiter, auch keltische Songtexte schrieb der Mann, tatsächlich vertont von diversen Celtic-Rockbands.

Das wird mir jetzt aber endgültig zu schräg, denn Flogging Molly ist das Äußerste, was ich mir an harter irischer Musik zuführen möchte. Die sind übrigens auch außeririsch, sie kommen aus Kalifornien.

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