Mr. Gaf und ich

Das Internet stößt dich, wenn du ziellos surfst, ja manchmal mit der Nase auf länger Vergessenes. Zum Beispiel mich gestern, eine Begebenheit aus dem vergangenen Mai kämpfte sich aus irgendeinem verschütteten Loch meiner Erinnerung an die Oberfläche:

Ich, Galway, Charlie Byrne´s Bookshop (ein super Buchgeschäft, sie haben dort richtige Schätze, bloß deren alphabetische Einordnung ins Regal folgt allem Möglichen, nur nicht dem Alphabet):

Ich frage nach dem neuesten Buch von Julian Gough (den kennen Sie wohl nicht, aber wenn Sie hierher klicken und jenen Teil in der Mitte lesen, welcher mit „Eine kleine Geschichte“ beginnt – dann wissen Sie, warum ich´s haben wollte). Natürlich hatte ich ein gewisses Problem mit der Aussprache, mein löchriges Englisch erlaubt halt kein fehlerfreies sprachliches Bewegen in den former regions of the British Empire. Nur der Vollständigkeit halber – es muss „gaf“ heißen, während ich rather stümperhaft „gau“ sagte.

Die Verkäuferin: verbessert mich, gibt mir das Buch und wendet sich direkt dem Mann neben mir zu. Sie sagt zu ihm: Did you hear it, this guy just asked for your latest book.

Zuerst dachte ich ja, mich verhört zu haben. Wann passiert dir das schon, dass du einfach so einen Buchladen enterst, ein bestimmtes Buch verlangst, den Namen seines Autors falsch aussprichst und dann steht der in genau diesem Moment tatsächlich direkt neben dir…

Jedenfalls: Mr. Gaf rümpfte kurz die Nase, nickte mir einigermaßen unfreundlich zu und ging ab. So war das, damals, in Charlie Byrne´s Bookshop, in der coolen Studentenstadt Galway.

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