Der Herr Kanzleirat

Nach dem Recherchieren für die diversen Golfstories und FORMAT-Geschichten (die Gold-Story erscheint mit dem Schwerpunktthema „Portfolio“ im morgigen FORMAT) jetzt wieder was Schöngeistigeres: für die Uni, Radio-Feature für´s Ö1-Experimentalradio „Campus“.

Es geht um die Weltmaschine, dieses kunterbunte, schrullige Wunderding im oststeirischen Kaag – da, wo die Welt aufhört. Werde heute noch ein langes Gespräch mit dem derzeitigen Betreiber führen, Enkel des seinerzeitigen Erbauers. Vor einiger Zeit habe ich den ungewöhnlichen Mann bereits einmal portraitiert, Sie können das bei Interesse gerne hier nachlesen.

Jedenfalls, zur Vorbereitung heute Vormittag ausgiebiger Besuch auf der Weltmaschinen-Website, ebenfalls ein im guten Sinn wunderliches Ding (zumindest, wenn Sie beim Start in die linke Hälfte klicken). Dort lese ich gleich am Anfang, was der gute alte Herr Kanzleirat Goethe einst gesagt hat: Tritt ein, Verwegener, sollst dich freuen!

Gefällt mir – nicht nur, weil´s ein Fingerzeig sein könnte für das, was mir womöglich ab Sommer bevorsteht (aber davon hier mehr zu gegebener Zeit, in einem anderen Blogpost). Sondern auch, weil ich´s ja schon ein bissl mit dem geschriebenen poetischen Wort hab. Da rührt mich bald einmal was, ich bin diesbezüglich einfach zu nahe am Wasser gebaut.

Also nütze ich die Gelegenheit, Ihnen gleich ein wenig Lyrik zu empfehlen. Goethe sowieso, fast alles. Auch Rilke ist einer der wenigen Großmeister, die mit der deutschen Sprache so umgehen können, dass sie kein Elefant im Porzellanladen ist. Die Duineser Elegien sollten Sie sich wirklich einmal reinziehen – am besten während eines Sonnenuntergangs oben am Karst über dem Schloss von Duino, während sie hinaus auf die Triestiner Bucht und hinunter auf den kleinen Hafen von Sistiana schauen, hinüber auf das weiße Castello von Miramare mit seiner traurigen Geschichte. Aber ich schweife ab…

Unbedingt ans Herz legen will ich Ihnen jedenfalls noch den genialen William Butler Yeats (mein all time favourite: „When you are old“) und, weil wir schon dabei sind: „My Lagan Love“, „The mountains of Mourne“ sowie „The green glens of Antrim“. Alles Trad-Songs, aber wer sie vom in Nordirland berühmten Autor und Fremdenführer Ken McElroy schon einmal als Gedichte rezitiert bekam, weiß die lyrische Qualität der Poesie darin zu schätzen…

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