Ooh, Vienna!

Diesmal aber einmal wirklich etwas sehr Persönliches.

Wenn Sie kein junger Wilder, keine junge Wilde mehr sind, sondern wie ich im allerbesten erstklassigen Superalter, werden Sie diese Nummer aus den 1980er Jahren, meiner späten Jugend, vermutlich kennen: Ultravox, „Vienna“.

Wien und ich, das ist keine vorzügliche Liebesbeziehung.

Knapp 13 Jahre habe ich bisher dort gelebt, zuerst studiert und danach, wie´s halt so ist, lange Zeit picken geblieben. Später dann, größter Fehler überhaupt, noch einmal zwei Jahre. Glücklich war ich dort nie. Und diese beiden neuerlichen Jahre um die Jahrtausendwende haben mich überhaupt das Wesentlichste gekostet, was es für mich bisher im Leben gegeben hat. Sorry Christiane, 05♥, für alles was damals war – und wie es war. Könnte ich es noch einmal machen, ich würde…

Jedenfalls habe ich danach, ziemlich geschockt wieder zurück in Graz, Geschehenes als irreparabel vorgefunden und gesagt: Wien nie mehr, unter keinen Umständen.

Aber jetzt ist es so, dass du als freier Journalist, der die Sache hablbwegs ernst meint, im kommunikativen Kindergarten Steiermark wirklich nur sehr schwer einen Fuß auf stabilen Boden kriegst, wenn überhaupt. Es gibt hier einfach zu wenige, die die Sache seriös betreiben, ich könnte Ihnen da ein paar ein lustige Gschichterln erzählen… Jedenfalls kannst du hingegen ganz einfach nicht nein sagen, wenn Österreichs größtes und renommiertestes Wirtschafts-Nachrichtenmagazin FORMAT dir einen Job in der Redaktion anbietet.

Also gehe ich ab Juli zum FORMAT, News-Verlag, Gruner&Jahr – und damit wieder einmal: nach Wien.

Natürlich freue ich mich sehr auf die tolle journalistische Arbeit beim tollen Medium mit den tollen neuen Kolleginnen und Kollegen. Aber habe auch toll Stress, weil: Wien, meine dort gemachten Erfahrungen, das Zurücklassen sehr lieber Menschen hier, überhaupt. Die Wohnung in Graz behalte ich zwar und wann immer es geht, werde ich hier sein. Aber trotzdem! Schaunmaamal.

Was ich verliere: Wir werden sehen – hoffentlich nicht, so wie beim letzten Mal, etwas ganz Wichtiges. Was ich behalte: Sie, liebe Textblog-Leser – denn der wird natürlich weitergeführt, in Zukunft halt ein bissl weniger golf- und dafür mehr wirtschafts- und wohl auch politiklastig. Was ich hoffentlich kriege: alte neue Freunde aus früheren Wiener Zeiten und wohl auch neue neue Freunde.

Was außerdem kommt? Mit ziemlich viel Unbehagen hoffe ich das Beste. Und schließe vorderhand einmal mit Ultravox: Ooh, Vienna!

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4 Gedanken zu “Ooh, Vienna!

  1. Idealszenario: deine 05er bespielen in der EL-Quali die Wiener Austria. Dann schlachtenbummelst du nach Wien und nach dem Match gehen wir ein Bier trinken!

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