Oh du mein Pfirsich

Es schmerzt mich tief im Herzen, aber heute muss ich meine irischen Freunde tadeln, die sonst meine Hochachtung genießen, pressearbeitsmäßig. Nur diesmal, dearest Lassies, ist euch leider wirklich ein Text mit Schnitzern ausgekommen.

Zum Beispiel: …der majestätische Fluss, dessen Fischrechte exklusiv dem Ballynahinch Estate gehören, fließt auf einer Länge von ca. drei Kilometern am Hotel vorbei, bevor er in den Atlantik mündet.

Man weiß zwar, wie´s gemeint sein könnte – aber so wie es da steht muss es sich um ein drei Kilometer langes Hotel handeln. Wohl ein Pracht-, Prunk-, Trotz- und Trutzbau – wie weiland nur Diktator Ceausescu im fernen Rumänien klotzte. Außerdem schreibt ihr …über einen Container, der sich gerade zwischen Lanzarote nach Dublin befindet…. Natürlich kann man sich nicht zwischen Lanzarote befinden, höchstens auf den Straßen zwischen den Häusern von Lanzarote, zum Beispiel. Oder, wie es hier wohl gemeint ist: am Weg von Lanzarote nach Dublin, also (auch nicht wirklich kristallen formuliert) zwischen Lanzarote und Dublin. Oder so.

Macht aber nichts, Irland und den großartigen Damen von Fáilte Ireland in Frankfurt ist eh alles zu verzeihen, erst recht kleine sprachliche Unschärfen.

Der majestätische Fluss von oben ist übrigens der Ballinahynch River, der durch Connemara im County Galway fließt. Aaah, Connemara! Der Arsch der Welt, schreibt zwar Tochter Julia in ihrem leider schon lange nicht mehr befüllten Irish Blog – aber mir gefällt´s dort, schön einsam, schön wild. Und Galway erst, seit nun doch schon geraumer Zeit und eigentlich halbwegs grundlos: the place my heart lies nearest. Was mach ich überhaupt noch hier in Wien, wo ich doch auch im Róisín Dubh sitzen und ein Guinness trinken könnte?

A propos: Heute hat irgendeiner den Getränkeautomaten im achten Stock des Media Tower falsch befüllt – und die eingetippte „43“ einen Pfirsich-Eistee statt einen Zitronen-Eistee ins Ausgabefach purzeln lassen. Pfirsich-Eistee, wer mag denn sowas? Dabei bräuchte ich dringend Löschflüssigkeit, weil ich mir gestern Abend mit ein paar Kollegen nach Redaktionsschluss im „Barfly“ ums Eck ein harmloses Guinness-Räuschlein – aber lassen wir das…

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