Wenn die Liebe zuschlägt

Ehrlich – ich wollte, in dieser Sache könnte ich mich so richtig echauffieren. Und früher, als ich noch halbwegs was verdient habe, wäre das vielleicht auch durchaus ein Thema gewesen.

Aber seit ich beschloss, in meinem Leben beruflich nur mehr das zu tun, was ich wirklich tun will, ohne Rücksicht auf Verluste (nehmen Sie das durchaus wörtlich) tangiert mich die Diskussion nicht einmal mehr peripher. Denn ich schreibe zwar jetzt für ein wirklich angesehenes Medium – bin aber dafür arm wie eine Kirchenmaus.

Also jucken mich die diversen Steuermodelle gar nicht, mit denen eigentlich eh alle die Wohlhabenden im Land bald ein wenig schröpfen werden (die ÖVP wird, glauben Sie mir das, mit einem unglaublich lauten Plumpser demnächst umfallen – ihr niederösterreichischer Landeshauptmann schiebt von einer Seite eh schon recht kräftig).

Aber es ist trotzdem interessant zu sehen, mit welch unterschiedlichen Tricks und Kniffen die einen wie die anderen ins Börsel derer greifen wollen, von denen sie glauben, dass dort der Reichtum wohnt. Besonders perfid ist ein verschwommener Passus im Modell, das die SPÖ von Arbeiterkammer und Gewerkschaft übernommen hat. Demzufolge soll die Vermögensteuer nämlich nicht an Einzelpersonen, sondern an Haushalten bemessen werden.

Könnte fatal werden, wenn bei zwei halbwegs gut situierten Singles die Liebe zuschlägt und sie zusammenziehen – denn die finden sich dann schneller, als sie die neue Wohnung mit Möbeln bestücken können, über der 700.000-Euro-Grenze, ab der besteuert werden soll. Und die sie als einzeln Lebende bis dahin nur aus weiter Ferne von unten irgendwo oben im Nebel ausmachen konnten.

Ah ja, warum ich das hier überhaupt poste? Geschichte mit einigen Details im neuen FORMAT, morgen an den Kiosken.

Und übrigens: Natürlich bin ich kein Rechter und glaube selbstverständlich, dass Vermögen zu besteuern ein gesellschaftspolitisch akzeptabler Weg ist. Es müsste halt nur auf geschickte, korrekte, nachhaltige und vernünftige Weise passieren, fern jeder ideologischen Benebelung.

Wie soll das in diesem Österreich mit diesen Politikern möglich sein? Eben.

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Ein Gedanke zu “Wenn die Liebe zuschlägt

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