Und der Frühling ein Mädchen

Ein guter Weg, den Arbeitstag diesmal ein wenig vorzeitig zu beschließen: noch schnell drei Nummern auf YouTube, und dann weg.

Steht eh genug zu tun an, nächste Woche: Finanzmini Fekter präsentiert ihr erstes Budget, darüber wird zu schreiben sein. Wer weiß, in welche Rage sich die Metallarbeiter hineinstreiken und was das für den armen Berichterstatter an Stories, also Arbeit, bringen wird. Das EU-Ratstreffen am 23. dürfte auch den einen oder anderen Schatten vorauswerfen.

Also aus und heim nach Graz. Diesmal im Auto statt mit den ÖBB, da habe ich einen iPod und werde mir geben: „Rum, Sodomy and the Leash“ von den Pogues. Im Auto kann ich nämlich immer mitsingen, ohne dass jemand gleich die Feuerwehr alarmiert. Zur Einstimmung aber jetzt vor dem Mac in der Redaktion eine kurze Playlist (mit Kopfhörer, ich will die freundlichen Kolleginnen und Kollegen ja nicht unnötig stressen):

Ich starte mit endlessly beautiful (ich mach grad einen Englischkurs) Tori und meiner Lieblingsnummer aus ihrem breiten Spektrum: „Leather“. Dann kommen Flogging Molly („Molly auspeitschen“, was für ein Name für eine Band!): „Drunken Lullabies“. Und schließlich das morbide „Es Lem“ von Ernst Molden mit folgendem genialen Sprachbild: Da Wind is a Wiener. Weil er dauernd durch die Straßen raunzt, will der Sänger ausdrücken.

Überhaupt denke ich seit gestern dauernd über einen Lieblingsausdruck nach, den ich sicher habe, von dem ich aber noch nichts weiß. Ein Freundin hatte überfallsartig danach gefragt, da war ich glatt einmal schmähstad. Ihr gefällt zum Beispiel das Wort „Einbildungskraft“, wofür es übrigens im Portugiesischen, erzählte sie, keine Entsprechung gibt.

Lieblingswort, hm. Ich bin noch beim Überlegen und bislang nur zur Erkenntnis gelangt – ich mag folgende Wortkombi: …and spring´s a girl, from the streets at night.

Schade, dass das nicht mir eingefallen ist, sondern dem ewig besoffenen Shane MacGowan. Denn manchmal denke ich mir in Wien, wo es tatsächlich nie windstill ist (in durchaus mehrerlei Sinn):

Es ist ganz schön mühsam hier – und der Frühling immer ein Mädchen, aus den Straßen der Nacht.

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