Heu im Nadelhaufen

Ich habe letztens kurz den Leserbrief des Herrn Oberst erwähnt, der sich – in durchaus freundlichem Ton – darüber beschwerte, dass wir im aktuellen FORMAT als Bild der Woche einen Panzer zeigten, der mit defektem Scheinwerfer zur Leistungsschau unserer tapferen Soldaten in Richtung Wiener Heldenplatz raspelte.

Gratuliere – sie haben sie gefunden, die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen – und die Nadel war klein und der Heuhaufen riesig, schrieb mir der Mann unter anderem. Ich glaube das ja ehrlich gesagt: nicht.

Und wie zum Beweis saß ich gestern im Zug nach Wien, las im Fahrplan-Folder der ÖBB ein Inserat des Bundesheeres, da steht wörtlich: Ein spannender Job, eine interessante Ausbildung, gebotene Entwicklungsmöglichkeiten, um soziale Sicherheit und dass erste Geld zählen dazu.

Natürlich ein Satz, dessen Ende desaströser kaum sein könnte. Muss wirklich eine interessante Ausbildung sein, wenn man dabei diese Art von Rechtschreibung und Grammatik lernt. Ich vermute: Im Sinne des Herrn Oberst ist das österreichische Bundesheer ein Nadelhaufen, in dem ab und zu ein wenig verlorenes Heu verlottert – das woanders besser aufgehoben wäre.

Und ich bleibe dabei: Leistung und Bundesheer – das geht einfach nicht zusammen.

Von diversen Geretteten aus Notsituationen natürlich abgesehen, das machen die Jungs in Grün wirklich super. Würden sie in eine speziell dafür vorgesehene, ausgebildete und ausgerüstete Rettungstruppe übergeführt, könnten sie es vermutlich noch besser.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s