Mein naiver Blog

Ich bin ein naiver Steirerbua auf Teilzeit in Wien – und verstehe manche Dinge einfach nicht richtig.

Zum Beispiel ist mir unklar, wie der griechische Ministerpräsident ein ganzes Krisensitzungswochenende lang still zusehen konnte, als man beschloss, seinem Land ein paar hundert Milliarden Euro als Schuldenerlass zuzuschieben. Und dann ganz offensichtlich auf dem Heimflug nach Athen den überraschenden Gedanken hatte, dass es dazu zu Hause erst einmal eine Volksabstimmung braucht.

Sehr rätselhaft auch: Warum ist Griechenland, das sich vor knapp einem Jahrzehnt in den Euro hinein gelogen hat, nun der festen Ansicht, man dürfe sich den Luxus gönnen, erst einmal in Form einer Befragung des Volkes in Ruhe darüber nachzudenken, ob man sich von Europa eine Zukunft schenken lassen will. Oder stattdessen nicht lieber ganz selbstständig in Chaos, Not und Verzweiflung versinkt.

Überhaupt nicht verstehe ich, wie das gehen soll, dass ein so kleines Land mit ein bissl Zahlungsschwierigkeiten all die mächtigen, großen Staaten und Banken eines ganzen potenten Kontinents ins Verderben stürzt. Ich würde ja überlegen: Dann verdienen die Banken halt ein, zwei oder drei Jahre weniger bis nichts oder verlieren sogar einen Haufen Geld. Das verkraften die schon, und sei es von mir aus mit Heulen und Zähneklappern.

Man könnte sich ja schlicht von ein paar Geschäftsbereichen trennen, das wilde Spekulieren sein lassen oder sich einfach auch entschließen, den einen oder anderen Rechenfehler oder vielleicht sogar ein paar Unschärfen in der Bilanz zu beseitigen. Wie sich gezeigt hat, bringt so etwas Geld. Da soll es ja zum Beispiel auch bei uns eine Bank geben, deren Chef ab und zu draufkommt, dass er die Sache mit Gewinn, Verlust und Bewertung vielleicht kürzlich aus Schlamperei ein bissl falsch gesehen hat. Das wird international, vermute ich in meiner Schlichtheit, nicht viel anders sein. Und wie man hört, sollen ja sogar Rechenfehler auf Volksschulniveau hin und wieder vorkommen, welche die Wirklichkeit überzogen dramatisch aussehen lassen. Nicht nur den traditionell legeren Iren, sogar den immer deutschen Deutschen passiert das.

Europa, die Krise und die Opfer der Banken rund um den griechischen Haircut begreifen? Ehrlich – dazu bin ich einfach zu dumm…

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