Gfalltma

Weil ich heute irgendwie versetzt worden bin (eigentlich gestern, um genau zu sein, aber es wirkt auf heute nach), habe ich ein bissl Zeit, mich mit komplexen Themen auseinanderzusetzen – zum Beispiel dem Alter. Bin ja inzwischen 47. Das ist die Zeit im Leben, von der ich mit 25 dachte, da ist dann eh schon alles vorbei.

Ist es natürlich nicht und manchmal fragt man sich ja, ob das jetzt gut oder schlecht ist. Jedenfalls komme ich zwischendurch doch immer wieder drauf: So alt bin ich eigentlich noch gar nicht.

Da sehe ich zum Beispiel Freitag am Abend irrtümlich (absichtlich tut sich ein halbwegs intelligenter Mensch sowas ja nicht an) die österreichische Ausscheidung für die internationale Gruselkabinettshow namens „Song Contest“.

Heilige Scheiße! Tschuldigung.

Habe erst kürzlich einmal diese schräge Drag Queen, von der niemand weiß wofür sie gut ist, bei uns im Verlag im Aufzug gesehen, wahrscheinlich fuhr sie zu einem Fotoshooting mit den Kollegen von News, Woman oder First, was weiß ich. Dass die nicht singen kann war mir klar, aber dass sie trotzdem zum Song Contest will… Naja, andererseits: vielleicht ja gerade deswegen. Aber wurscht, sozusagen.

Was ich eigentlich schreiben wollte: Mir taugt dieses Woki-Dingsbums irgendwie, das wir jetzt nach Baku schicken. Und der Bandname ist auch ein bissl cool. Erst recht die Dresses der Mädls, halleluja! Zwar sagt mir der Chef-Rapper der Gruppe nix, aber der ist durchaus sympathsich, auf seltsame Weise. Der soll aber angeblich schon seit ein paar Jahren im Geschäft sein – ist an mir vorbei gegangen. Werde demnächst einfach Studienkollegin J. fragen, die muss das wissen weil es ihr Job ist, über Kultur und Entertainment zu schreiben. Sie wird´s mir erklären, dann kenn ich mich voll aus.

Und das ist für einen 47Jährigen nicht schlecht, wenn er Musik von heute gut findet und die Protagonisten im kleinen Finger hat, knowledge-mäßig, so lässig musst du in diesem Alter erst einmal sein.

Das war voriges Jahr mit 46 noch ganz anders, da war ich in Sachen Song Contest wirklich total der Greis. Ich habe zum Beispiel lange Zeit geglaubt, Österreich schickt Mireille Mathieu dorthin und hat ihr den überhaupt nicht nachvollziehbaren Künstlernamen Nadine Beiler verpasst. Ein wenig irritiert hat mich zwar, dass der Spatz aus Avignon eigenartig jünger aussah als noch vor 20 Jahren, aber weil sie genau gleich gesungen hat und auch sonst irgendwie nicht von dieser Welt zu stammen schien, war ich sicher: Sie ist´s. Sie können das übrigens im Blogpost „Samstag in A“ nachlesen.

Aber da war ich halt noch alt. Jetzt, mit 47, bin ich wieder vollkommen jung und unser Song-Contest-Beitrag: gfalltma.

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Ein Gedanke zu “Gfalltma

  1. Fix Bam, Oida! Ich bin zwar nicht sicher, ob dein Blog satirisch gemeint ist: Nachdem du allerdings Nadine Beiler mit den Popos in einem Atemzug genannt hast, konnte ich nicht anders, als mir ebendiese auf Youtube anzusehen. Schließlich haben sie eine Chance verdient, gehört zu werden, bevor man einen Vergleich anstellt. Das wird – was mich anlangt – allerdings der letzte sein. Kurz zusammengefasst: Hier Nadine Beiler mit einer Stimme, die durchaus vergleichbar ist mit der von Whitney Houston (RIP), und die darüberhinaus auch nichts braucht. Schade, dass sie kein gutes Management hat (Mireille…). Dort 2 Clowns, die ohne die Akrobatinnen im Hintergrund… ja, ich weiß nicht was tun würden. Vermarktung gehört ja dazu, allerdings sollte es IMHO bei einem SONG Contest auch auf gesangliche Qualitäten ankommen. Meinte ich mit 25 und komme mir auch mit 41 nicht alt vor, wo ich immer noch so denke: Gfalltma ganzundgarnicht

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