Schiffe und Häuser

Schon kühl, wenn die Schiffe größer als die Häuser sind (Bild: Screenshot Website „Il Piccolo“). Dabei ist es ja nicht so, dass die Triestiner Palazzi an den Rive kleine Hütten wären. Die großen Schifffahrts-Versicherungsgesellschaften von früher ließen sich seinerzeit bei der Erbauung nicht lumpen und jetzt stehen die Protzbauten eben da, säumen die Piazza Unità und lassen sich von Touristen bestaunen.

Aber dann kommt immer wieder einmal ein Schiff, und zwar ein richtig großes. So eines, wie es derzeit immer noch vor Giglio aus dem Meer ragt. Und legt an. Da sehen die bürgerlichen Paläste dann gleich ein wenig nach Lego aus.

Ich konnte das vor ein paar Jahren einmal im Original beobachten, die „Costa Ponente“ schwappte gerade ein. Muss wohl eine Art Schwesterschiff der gerade gesunkenen „Costa Concordia“ sein – vermutlich allerdings mit fähigerem Käptn. Der Mann meisterte das Anlegemanöver an das nicht wirklich riesige Triestiner Passagier-Dock mit Bravour. Auf der Piazza Unità ziehen sie bei solchen Gelegenheiten immer Flaggen hoch und an Sonntagen tritt sogar eine Kapelle auf. Volksfeststimmung, ein wenig zumindest. Jedenfalls Spektakel.

Einmal sah ich auch einen italienischen Flugzeugträger hier vor Anker, die „Garibaldi“ (Bild: Website http://www.navytrieste.com). Aber da war ich enttäuscht, das Ding ist nämlich vergleichsweise winzig.

Nicht, dass ich im Leben schon Flugzeugträger en masse gesehen hätte. Aber selbst das schwimmende Museum im Hudson River bei der 40. Straße in New York ist größer, obwohl bereits uralt. Und vor langer Zeit saß ich einmal nichts ahnend an einem Felsen bei Palermo und blickte aufs Meer, als weit draußen eines der amerikanischen Ungetüme vorbei wischte (man hatte damals gerade wieder ein kleines Kriserl mit Herrn Gadaffi). Selbst aus sicher 20 Kilometern Entfernung war der Koloss noch riesig.

Und bei all dem fällt mir jetzt auf: Seit mich das Format dichter an einen Redaktionsschreibtisch fesselt, als ich das gewohnt bin, sehe ich deutlich weniger Meer und Schiffe, als mir gut tut. Was dagegen unternehmen? Ich glaube, als quasi-Sofortmaßnahme werde ich demnächst wieder ein, zwei Tage in Triest einschieben. Und außerdem auch Dublin wieder besuchen oder so, the emerald isle halt. Kommt ja bald Pfingsten.

Und bis dahin schau ich mir eben die Reportagen im „Piccolo“ an…

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