Schreibtisch

Immer wieder einmal beschäftigt sich ein Medium damit, diesmal die tolle „Zeit“: Wie sieht der Schreitisch seines jeweiligen Besitzers aus und warum sieht er so aus, wie er aussieht. Ich würde ja selbst auch gerne einmal ein Buch über die Schreibtische von Menschen machen, aber bisher: fand sich leider kein Verlag.

Erzähle ich Ihnen stattdessen halt einfach ein bissl was über meinen Schreibtisch – dem in der Redaktion nämlich. Weil jener zuhause (wobei ich immer weniger weiß, wo das ist) bleibt tabu.

Also, der Tisch an sich ist diese stillose, uninspirierte Massenware, wie sie jede zweite Sekretärin jedes zweiten Versicherungsvertreters auch verwendet. Beige. Unglaublich eigentlich, liebe Schreibtischherstellungsfirma, deren Namen ich hier nicht verrate – das hättet ihr doch sicher besser hinkriegen können. Ich meine: beige Schreibtische! Hallo?

Darauf befinden sich in meinem Fall jedenfalls genau drei coole Dinge:

Erstens: ein Mac. Nichts anderes geht als akzeptabel durch. Das tut mir jetzt wirklich leid für Sie, liebe PC-Benützer unter den Textblog-Lesern. Aber es ist, wie es ist, und sprechen wir es einfach schnörkellos aus: Mac. Ausschließlich. Sonst gar nichts.

Zweitens: ein iPad. Das gehört nicht dem Verlag, sondern mir. Normal steht es zuhause (wo immer das auch ist) und macht dort Musik und mehr, aber leider ist mein iPhone derzeit kaputt. Kürzlich legte ich es in eine Tasche, in die meine kleine Grazer Nachbarin Valentina eine Getränkeflasche gab, die ein wenig kindhaft verschraubt war, also: nicht richtig. Wasser mag kein iPhone der Welt. Ich telefoniere daher derzeit mit meinem uralt-Motorola, was voll okay ist, bis ich das iPhone rapariert wieder zurück habe. Bloss sind somit auch alle meine eingespeicherten Kontakte in Reparatur. Jedoch aber am iPad vorhanden, weil ich superlässig mit iCloud synchronisiere. Also begleitet mich das feine Tablet derzeit meistens.

Und drittens: Zeitungen. Viele Zeitungen, Magazine und einfach alles, was man lesen kann. Das ist nämlich überhaupt das Lässigste am Beruf des Journalisten: Man arbeitet auch und vor allem, indem man liest, liest, liest. Ich mag zum Beispiel total gern den „Economist“, eben die „Zeit“ und dazu das auf eine gute Art unglaublich hinübere Magazin „Fleisch“, welches meine Kollegin M. mit ihrem Freund macht. Ein bissl stört den Gesamteindruck der vielen Medien auf meinem Tisch zwar, dass da gerade auch eine Ausgabe von „Österreich“ liegt – aber die bringen heute eine lustiges Gschichtl über Laura Rudas, mit der ich mich demnächst wegen unseres Disputs (Sie können das hier nachlesen) treffe, daher musste ich mir das anschauen.

Sonst lasse ich „Österreich“ und „Heute“ eher rechts liegen. Genügt eh, wenn du dir die Krone durchblätterst. Vor der Kronen Zeitung schau ich mir übrigens meistens den Standard an, danach die Salzburger Nachrichten, wo Studienkollege R. einen super Job als Wirtschafts-Ressortleiter abliefert. Ich mache das aus Gründen der Psychohygiene, denn ohne Vor-Standard und Nach-SN hielte ich die Krone, glaube ich jedenfalls, nicht aus.

Ansonsten am Tisch: ein Spießer-Telefon (Verlag), eine Spießer-Heftklammermaschine (Verlag), ein Spießer-Tixoroller (Verlag) und ein Kaffeehäferl von der Firma „Pfizer“ (nein, denken Sie sich bitte nichts, Gott sei Dank funktioniert´s auch ohne deren berühmte blaue Pillen, noch jedenfalls) mit Kulis drin. Plus Spießer-Plastikablagen (Verlag) in einer Art Braun.

Nein, eher: dunkles Dunkelbeige.

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