Die volle Ladung

Der Kindle, das iPhone, das iPad, die Digitalkamera, das MacBook und eigentlich auch das alte Motorola-Handy als Aushilfe, weil das iPhone ja ein bissl eine sensible Angelegenheit ist, die bei kleinster Kleinigkeit aus dem Tritt kommt. Kein Wunder, dass ich vorgestern die Frage einer Railjet-Mitfahrerin zunächst einmal mit einer Gegenfrage beantworten musste:

Sie: Entschuldigen Sie, könnten Sie mir vielleicht für die Fahrt ein Ladegrät borgen, ich habe meins vergessen?

Ich: Glaube schon, welches hätten Sie denn gern?

Ah, das Verreisen heutzutage! Früher war das irgendwie alles viel schlanker, trotz der Bücher und CDs im Gepäck.

Meinen schwarzen Samsonite-Rucksack für´s sommerliche travelling lightly bevölkern inzwischen außer einer Jean, einem Shirt, einer Boxershort, einer Badehose, einem Paar frischer Socken sowie einem Notizbuch und einer zarten Caran d´Ache (ich bin halt schon ein bissl ein Snob): das MacBook oder das iPad, manchmal beide. Der Kindle und die kleine Olympus, mein iPhone. Plus zumindest vier Ladegräte, ein Auslands-Steckersatz für Irland und so weiter, ein akustisches Line-out-line-in-Kabel, ein USB-Verbindungskabel für die Olympus. Earphones, die sich natürlich dauernd verheddern. Sowie drei weitere Verbindungs- oder was-weiß-ich-für-welche-Kabel, die sich angesammelt haben und die ich nicht mehr zuordnen kann. Von denen ich nur weiß: Irgendwann kommt ihre große Stunde. Da wird jemand antanzen, um das Ladekabel für ein exotisches, längst vom Markt verschwundenes Gerät fragen, und ich: werd´s geben können.

Vergangenen Donnerstag am Weg zum Boss nach Wien war es leider noch nicht soweit. Die Dame wollte bloß ihren Kindle befeuern. Vergleichsweise eine Lappalie. Weil ich vermutlich Ladekabel-Transporteur Nummer eins im Land bin, konnte ich ihr selbstverständlich ganz lässig mit einer vollen Ladung aushelfen.

Wie übrigens auch Wochen zuvor einer Bekannten, der man das iPhone geklaut hatte: Ich besitze nämlich, fand ich nach kurzer Suche heraus, auch noch ein Reserve-Motorola für das Reserve-Motorola, das konnte ich herborgen. Allerdings, schwerer Schock, unglaublich: kein Ladegerät dazu. Sie musste sich glatt eins kaufen.

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