Sitzgelegenheiten

In Vorbereitung einer Story studiere ich dieses Wochenende die Berichterstattung der Kolleginnen und Kollegen über das Kärntner Desaster bis ins Detail. Jetzt glaube ich – aber das ist natürlich streng subjektiv und in so einem Fall musst du unbedingt dazu sagen, dass für alle Beteiligten die Unschuldsvermutung gilt: Manche von denen könnten demnächst eine formidable Sitzgelegenheit vorfinden, hinter schwedischen Gardinen.

Da denke ich doch gleich ein wenig über andere Sitzgelegenheiten nach, die ich selbst in den vergangenen Tagen so hatte.

Schön war jene von Freitag Nachmittag: Weil ich nicht mehr ganz jung bin, gebe ich mir mehr und mehr Mühe, mich zumindest so zu fühlen.

Klassische Reaktion bei uns Männern ist in so einem Fall eine junge Freundin – ist aber nicht so meins, ich muss mich nicht mit einem Mädl liieren, das sich auf Augenhöhe mit meiner Tochter befindet. Außerdem, bleiben wir schön realistisch: Die jungen Damen würden mich vermutlich auch gar nicht wollen. Keine Ahnung, wie andere Opas in meinem Alter das immer hinkriegen – wird doch wohl nicht das Geld sein, das ich nicht habe… Jedenfalls: Frauen so fünf bis zehn Jahre unter meinem Alter sind ganz okay für mich. Oder aber: ein lustiges Fahrzeug. Also denke ich höchst ernsthaft darüber nach, mein Arschlochauto (siehe Blogpost vom 3. September 2011 oder von letzter Woche) gegen einen Roadster zu tauschen.

Vorgestern fuhr ich daher (und saß dabei auf Leder) einen schönen alten (die neuen taugen mir nicht so, ich hab´s in diesem Zusammenhang lieber puristisch) Mercedes SLK durch die Hollabrunner Wellenlandschaft zur Probe und ließ die Abendsonne mir dachlos das Köpfchen wärmen. Hatte Spaß dabei. Kann mir das gut dauerhaft vorstellen.

Gestern Nachmittag dann Sitzen als Couch Potato, vor dem Fernseher. Frau Prutsch hatte in London bei Olympia ihr erstes Badminton-Match. Ich kenne Simone über gemeinsame Freunde und weiß daher: Das ist eine ganz Liebe. Also drücke ich ihr jeweils enthusiastisch die Daumen und hatte schon Freude, als sie nominiert wurde. Es gab ja im Vorfeld der Spiele einige unschöne Intriganten-Szenen seitens einer Konkurrentin, die von einem Kollegen der Kleinen Zeitung durch ziemlich seltsam einseitige Berichterstattung promotet wurden.

Simone hat ihr erstes Match leider verloren, obwohl Chancen da gewesen wären. Aaah, dieser vergeigte Dreipunktevorsprung gegen Mitte des ersten Satzes, das wär´s gewesen!

Morgen sitzt mein Hintern wieder am Redaktionsschreibtisch, aber übermorgen dann seltene Gelegenheit zur Recherche vor Ort, beim FORMAT genießen wir wegen kleiner Redaktion solche Chancen leider nur in homöopathischen Dosen: Fahrt (also Sitzgelegenheit nochmals am Fahrermöbel des Arschlochautos) an den Ossiacher See.

Vielleicht geht sich an diesem Tag ja sogar auch noch kurz die nasse Sitzgelegenheit „Arschbombe“ aus, also: Sprung ins Wasser des schönen Sees. Schaunmaamal.

Die dazu passende Story können Sie sich dann ab Donnerstag Abend in der Kolportage besorgen (in Wien, sonst überall ab Freitag am Kiosk).

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