Namen los!

Super Lektüre. Ich konsumiere immer noch die Geschichte „Donnerstags im Fetten Hecht“, die liest sich nämlich im Idealfall häppchenweise.

Weil der Autor die diversen Locations rund um die Welt so beschreibt, dass man sich dazu am besten sorgfältig sein eigenes kleines Universum im Kopf zurecht denkt. Das ist kein Roman, durch den du in einer durchlesenen Nacht fegen solltest. Wäre die pure Verschwendung.

Also ich: ein Kapitel in der Straßenbahn, das nächste tags darauf in einer kurzen Pause vom Redaktionsalltag (brauche ich sowieso, die Innenpolitik schlaucht derzeit brutal) unten am Donaukanal, dann wieder den Kindle irgendwo im Kaffeehaus ausgepackt und so weiter. „Fetter Hecht“ lesen im Kaffeehaus ist übrigens fast besser, als dort selber schreiben, was ich ziemlich oft mache.

Und danke lieber Autor S., dass du deine Story um einen erbenden Iren herum gebaut hast, weil: Dadurch kommen (obwohl bisher auch nicht das kleinste Stückerl der erkennbaren Handlung in Irland spielt, aber vielleicht kommt das ja noch) dauernd die schönsten irischen Namen vor. Liam und so weiter, lese ich immer wieder gerne. Warte gespannt, ob sich irgendwann noch eine Róisín in die Handlung schwindelt, schöneren irischen Namen gibt´s nämlich keinen.

Überhaupt die Namen, das trifft bei mir ja voll ins Herz. Geniale Idee etwa, die amerikanischen Schwestern nach Wiesen zu taufen: „Meadow“ und „Lawn“. Und dass der Titelheld wie ein Golfschläger heißt, ist sowieso ein Hole in one.

Vor allem inspiriert mich jede dritte Seite, auf der ein O´Shady in irgendeiner Form vorkommt, dazu, umstandslos an Irland zu denken. Am liebsten würde ich dann jeweils sofort mein Ränzlein schnüren und losfliegen, von Wien aus ist das ja mehr oder weniger ein Klacks.

Aber jetzt kommt´s: Mein Arbeiten für Format ist ja ein bissl das Brot unter die Butter – ab und zu lässt sich da doch auch einmal was Feines draufschmieren.

Übernächste Woche zum Beispiel, ich: hinuntersinken auf Dublin, links die Halbinsel Howth mit ihrem kleinen Hafen im Flugzeugfenster, rechts die Dünen von Portmarnock, und bald dann nach dem Touchdown: Porter from the tabs, with heads of yellow cream und so weiter. Job für die Golfrevue nämlich, über Stadt und Golfplätze drin und drumherum schreiben…

Dann werde ich in dem einen oder anderen Pub auch wieder „Meet the Irsih“ betreiben und all die Liams, Róisíns, Seans, Paddys, Sinéads und so weiter in echt treffen. Fáilte go Atha Cliath, wird die großartige Insel zu mir sagen.

Und ich werde so eine Freud haben! Nach eineinhalb Jahren, viel zu lang, wieder Irland.

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