Landeshauptfrau

Besuch bei Gabi Burgstaller, der Salzburger Landeshauptfrau, die sich gerade im schwersten Abwehrkampf gegen den Verlust ihres Jobs befindet. Am Sonntag wird ja gewählt, sie gab mir eines der letzten, wenn nicht vielleicht sogar das letzte größere Interview vor dem Salzburger Urnengang.

Ich kann folgendes verraten: Frau Burgstaller hat eine Ankündigung gemacht, die zwar nicht völlig überraschend ist, in dieser Klarheit jedoch neu. So deutlich hat sie das noch nie gesagt, man durfte bisher bloß spekulieren. Kaufen Sie sich doch bitte das FORMAT, welches morgen Abend in der Wiener Kolportage und am Freitag dann österreichweit am Kiosk erhältlich ist, da können Sie das im Detail nachlesen, danke.

Bild: René Prohaska / FORMAT

Mein Eindruck abseits der Facts: Gabi Burgstaller ist im kleinen Grüppchen der professionelleren Politiker zuhause.

Freundlich sind sie ja alle, wenn sie mit einem Journalisten reden. Bei Burgstaller hat man aber das Gefühl, die meint es auch so – man muss sich fast ein wenig dazu zwingen, sich daran zu erinnern, dass in der Politik derzeit alles immer nur Show ist. Vor allem im Wahlkampf. Aber sie begrüßt dich mit Namen, hat sich also zumindest vorab informiert, was bei der heutigen Politiker-Generation nicht selbstverständlich ist. Vor und nach dem Gespräch findet sie trotz Totalstress Zeit für ein bissl freundliches Smalltalken: Goodwill schaffen nennt man das wohl, ist aber in Ordnung so.

Was denn, Ihr vierter Kaffee ist das heute erst?, fragt sie zum Beispiel nach Abschalten des Diktiergerätes am Sprung zu ihrem nächsten Termin, also – ich hatte jetzt gerade meinen fünften.

Auf mich erweckt Gabi Burgstaller den Eindruck, als
könnte sie ein netter Mensch sein – abseits aller Eiseskälte und Berechnung, ohne die du im Haifischbecken der Politik genau drei Sekunden überlebst, länger sicher nicht. Oft kommt das ja ehrlich gesagt nicht vor, dass ich mir nach einem Gespräch mit Politikern denke, mit dem oder der würde ich gerne privat ein wenig plaudern. Aber wie gesagt: Vielleicht ist sie ja auch als Showmasterin einfach nur ganz besonders professionell und beherrscht ihr Handwerk super, wer weiß.

Fast könnte sie mir jedenfalls leid tun, weil unter ihrer Letztverantwortung so viel so dramatisch verbockt und eine Rechnung aufgemacht wurde, die sie jetzt zahlen muss, weil sie eben die Chefin ist.

Spannend ist m Büro Burgstaller auch ihre Büroleiterin – die sieht nämlich beinahe aus wie eine Zwillingsschwester der Landeshauptfrau. Fotograf R. und mich hat es ein bissl gerissen, als sie durch den Vorraum marschierte, in dem wir auf die Chefin warteten. Und der Burgstaller-Scheitel scheint überhaupt zu einer Art Trademark im Salzburger Chiemseehof geworden zu sein, dem Sitz der Landesregierung.

Ich sah in den Stiegenhäuserun und im Hof gleich mehrere Landesbeamtinnen mit der markanten Frisur der Landeshauptfrau. Bin nach dem Gespräch und dem Recherchieren zur Story im kommenden FORMAT sehr gespannt, wie die Sache am Sonntag ausgehen wird.

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