Royal Baby

Was tust du, wenn du als Redakteur kurzfristig die Aufgabe übertragen bekommen hast, dich um die Terminseite zu kümmern, du beschlossen hast, dort für die kommende Woche die Namensgebung des Royal Babys anzukündigen – und dann Sekunden vor Redaktionsschluss die Nachricht reinzwitschert, dass der kleine Prinz ab sofort hochoffiziell „George Alexander Louis“ heißt.

Ich meine: Dein Medium erscheint Freitag in der Früh und zum Redaktionsschluss am Mittwoch Abend wird das bekannt, was du für die kommende Woche ankündigen wolltest. Geht nicht. Die Fotoredakteurin am Sprung nach Hause, die Druckerei schreit
„liefern“, unten am Donaukanal feiern sich fast alle Kollegen bereits weg, weil eine von ihnen Geburtstag hat. Und die Schlussmeldung des Blattes muss neu gefunden, neu geschrieben, neu bebildert werden. So etwas ergibt dann immer ein bissl – in der Sache völlig belanglosen – journalistischen Stress, macht aber denen, die genau diesen Job mögen, Spass. Also: mir.

Kollegin B., auch noch vor Ort in der Red, erfindet als Ersatztermin für die kommende Woche aus dem Stehgreif Angela Merkel auf gemeinsamer Traditions-Urlaubswanderung mit Reinhold Messner. Stimmt zwar vemutlich, lässt sich aber in wenigen Minuten nicht verifizieren, funktioniert also nicht. Die APA-Terminvorschau gibt nichts her, es ist Sommerloch. Kurz geistert der Gedanke durchs Redakteurshirn, eben dieses Sommerloch als wichtigsten Termin der kommenden Woche zu beschreiben, was selbst als Notlösung ein wenig hinüber wäre. Doch dann fragt einer der beiden Chefreds:

Wann trifft das Baby denn eigentlich zum ersten Mal seine Uroma, die Queen?

Das ist es auch schon. Neuer Schlussseiten-Termin für die kommende Woche im FORMAT: George Alexander Louis lernt seine Urgroßmutter kennen, was in seinem sehr speziellen Fall heißt – Audienz bei der Königin. Das bereits herausgesuchte und eingepflegte Bild kann bleiben, nur die Meldung muss ein bissl umgeschrieben werden. Und ein neuer Titel lag auch gleich auf der Hand – weil die Queen mit ihrem Nachwuchs ja bekanntermaßen nicht die Fürsorglichste ist, sondern eher von der harschen Sorte, heißt die Meldung nun:

„Das Royal Baby lernt den Ernst des Lebens kennen.“

Details im neuen FORMAT, ab heute Abend in der Wiener Kolportage und dann ab morgen landesweit am Kiosk.

Außerdem drin aus meinem Keyboard – eine Geschichte, die mir besonders am Herzen liegt: „Wie die Neos ticken“. Ein Portrait der spannenden neuen Partei – was sind das für Menschen, wie funktionieren sie, was wollen sie, was treibt sie an. Kollege S. und unser diesjähriger Sommergast J., der ein echter Superpraktikant ist, haben Wesentliches dazu beigetragen.

Das neue FORMAT also, kaufen Sie es sich doch!

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