NSA

Schon erstaunlich, welche Aufregung die Geschichte im aktuellen FORMAT verursacht hat. Jeder spricht mittlerweile von der NSA-Villa im Wiener Nobelvorort Pötzleinsdorf.

Und wie ich Twitter entnehme (nebenan ein Screenshot eines Tweets des Greenpeace-Pressesprechers Florian Schweitzer), hat sich soeben ein gar nicht so kleiner, aber nichtsdestotrotz feiner Flashmob gebildet, der seit gestern Nachmittag über die sozialen Netze organisiert wurde, und sich in Richtung Villa in Gang setzt.

Damit sich im Innenmini, bei der Polizei und der NSA jetzt niemand beunruhigt fühlt und ein paar Hundertschaften Polizisten auffahren lässt, möchte ich ausdrücklich festhalten: Meines Wissens sind das alles Architektur-Interessierte, die dieses Baujuwel fotografieren möchten, das den Amerikanern noch aus ihrer Besatzungszeit geblieben ist. Wegen seiner architektonischen Schönheiten halt. Ich fand gestern allerdings den Text des Bloggers „Raphael“, der das bereits versuchte und dabei einige sehr, nun ja, sagen wir: ungewöhnliche Erfahrungen mit unserer österreichischen Polizei
machte. Am besten, Sie lesen das hier selbst nach.

Drollig natürlich das Innenmini und der Verfassungsschutz: Zuerst sagten sie, in dieser Villa, die es zwar gebe, werde bloß Zeitung gelesen, sonst gar nichts. Ja, genau. Ich liebe ja solche Antworten, weil sie immer auch auf die Geisteshaltung ihrer Erfinder schließen lassen. Aber warum ist denn dann Blogger Raphael gestern das passiert, was ihm passiert ist? Wenn dort doch nur gelesen wird? Und warum steht überhaupt österreichische Polizei vor dem Tor und schützt die US-Villa? Wenn nur gelesen wird.

Heute beim Frühstück habe ich auch ganz schön viel Zeitung gelesen. Vor meiner Haustüre: null Polizei zu meinem Schutz.

Jedenfalls, liebe Architektur-Freunde, die ihr gerade gen NSA-Villa marschiert: Ich hoffe, ihr macht viele schöne Fotos und postet die alle im Web, damit die architektonischen Besonderheiten dieses Hauses dann wirklich einer eingehenden Würdigung durch eh alle unterzogen werden können. Bitte schaut auch genau nach, ob die Keller, in denen so viel Zeitung gelesen wird, auch genug Fenster haben. Damit die armen NSA´ler sich dort unten nicht die Augen verderben.

Liebe Textblog-Leser, Sie können übrigens via Facebook fast so etwas wie live mit dabei sein. Denn selbstverständlich hat der Spaziergang der Architektur-Freunde, welchem dem Vernehmen nach mit Peter Pilz auch ein Mitglied des österreichischen nationalen Sicherheitsrates (aber ja, wir haben so etwas!) angehört, eine eigene Facebook-Seite: einfach hier klicken!

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