Meine Güte, sage ich Ihnen!

Ladies and Gentlemen, Lads and Lassies! BildZwar hat das Jahre gedauert und mir das Aufbringen der in jeder Hinsicht bedingungslosesten Liebe abgenötigt, zu der ich fähig bin, doch finally wurde ich belohnt, werde nun in den Ritterstand erhoben. Denn Folgendes schickte mir soeben die irische Botschaft in Wien, Sie sehen das nebenan stehend im Bild: Das Botschafterehepaar requests the pleasure of the company of me.

Da hupft mo chroí gleich vor lauter Freude, endlich haben sie auf der liebsten aller meiner Inseln Notiz davon genommen, dass da ein kurioser Österreicher sich schon seit geraumer Zeit die grüne Seele aus dem Leib schreibt, sich die Finger wund tippt, um Irland zu besingen. Vor sechs Jahren wusste ich nur, dass sie dort Guinness trinken. Dann zog Tochter Julia für zwei Jahre dorthin, um ihren Master zu machen – das Coolste, was jemals jemand in meiner Familie getan hat. Das war die Initialzündung meiner Liebe.

Heute weiß ich alles über Irland. Ich war schon so oft dort. Ich watete durch verwildertste Bog-Landschaften, ich sang trotz vollständiger Absenz jeglichen musikalischen Talentes aus vollem Herzen in den angesagtesten und  urigsten aller Pubs lautstark mit. Ich traf das Galway Girl höchstpersönlich, was kein Schmutz ist. Ich weinte in den Links, weil alles um mich herum so schön war. Ich fürchtete mich vor Banshees und Leprechauns. Ich schmachtete irische Frauen an, verliebte mich in their rosy cheeks and ruby lips – natürlich alles erfolglos, wie ich anmerken möchte. Ich denke da nur an die voll coole Averil aus Portmarnock oder an die sprühende Sinéad aus Donegal, auch an sexy Michelle aus Cavan. Meine Güte, sage ich Ihnen!

Aber wurscht jetzt, ich habe es geschafft. Die Republik Irland will mit mir St. Patrick´s Day feiern. Endlich kommt zusammen, was zusammen gehört. Sie wissen das ja vielleicht nicht, aber: Eine der größten Fehlleistungen (man muss es ihm  allerdings nachsehen, er hatte sich selbst ja auch nur sechs Tage Zeit gegeben, was schon ein bissl knapp ist) von Gott war, dass er mich irrtümlich in Österreich zur Welt kommen ließ. Wo doch von Anbeginn der Zeit an völlig klar gewesen sein muss, dass das Universum den Plan hatte, mich Ire sein zu lassen. Aber wird schon noch, ich weiß das ganz genau. Feiere ich halt mit Ambassador Brennan and his lady fair nun einmal den St. Patrick´s Day. Das ist Schritt eins.

Schritt zwei wird sein, im Lotto zu gewinnen. Schritt drei: Ich kaufe mir in Irland ein Haus und ziehe hin. Schritt vier: Werde glücklich sein. Endlich.

P.S. „Mo chroí“ ist Irisch und heißt natürlich „mein Herz“. Und diese Geschichte mit dem Galway Girl können Sie in einem gesonderten Blogpost nachlesen, indem Sie hierher klicken.

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