Ecksteins Fest

Mit spitzen Fingern balancierte Eckstein den Zuckerstreuer aus dem Küchenschrank zum Esstisch und bedeckte das feiste Stück Apfelstrudel auf dem Teller mit einer blickdichten Schneedecke aus Zuckerpuder. An diesem einen Tag verzichtete er darauf, den Diabetes zu bekämpfen, der in ersten Ansätzen begonnen hatte, sich zart in sein Leben einzuschleichen, und gegen den er ansonsten entschlossen anradelte, im Sommer auf einem eigens angeschafften Rennrad und im Winter auf dem Ergometer in seinem Wohnzimmer. Eckstein mied das meiste, was süß war, aß wenig Brot, ging viel zu Fuß und verbrachte seine Einsamkeit damit, sich auszumalen, wie lange und wie entschlossen er der dunklen Bedrohung Widerstand entgegensetzen können würde. Mit jedem Kilogramm, dass er sich von den Hüften stampfte und das er bei der Nahrungsaufnahme ins Nirwana verzichtete, holte er sich jene Zuversicht in seinen Alltag, mit der sich für ihn das Älterwerden, das Alleinsein und das Leben allgemein ein wenig besser ertragen ließen. Diese einzige Ausnahme im Jahr, am Weihnachtsabend, schien ihm gestattbar, und Eckstein schlug daher am 24. Dezember jeweils ein kleines, verzweifeltes bißchen über die Stränge. Er aß dann, was er sonst nicht mehr aß, schämte sich verhalten und dachte mit der ihm geboten scheinenden Traurigkeit an die Zeit, als von möglichen Krankheiten noch keine Spur zu erkennen war, als sein Leben noch, nicht nur im übertragenen Sinn, bewegter und gewichtsloser war, als vieles noch möglich schien und als Ideen noch Zukunft hatten. Als das Gewicht seines immer schon zu üppigen Körpers genauso keine Rolle zu spielen schien wie die Mühe des Alltags, weil sich Probleme damals noch leichtfüßig umtänzeln und Beschwerlichkeiten in eine, ohnehin unbestimmte, Zukunft verschieben ließen. Probleme wie Einsamkeit, Krankheit und Existenzangst tauchten damals in Ecksteins Kopf nur als unwirkliche Projektionen aus einer distanzierten Zukunft auf, die es so womöglich nie geben würde. Ein Grund, sich Gedanken darüber zu machen, waren sie nicht, und das, obwohl die Gefahr des Alleinseins für ihn von seiner Geburt an und aus diffusen Gründen, die ihm selbst Zeit seines Lebens nie ganz klar wurden, hinter verschiedensten Tarnungen auf ihn lauerte.

Im Laufe der Jahre war Eckstein dann viel von dem abhanden gekommen, was seinen reibungsfreien, von Einsamkeit weitgehend verschonten Alltag ausmachte. Er hatte dem Aufbau familiärer Geborgenheit nie Aufmerksamkeit gewidmet, weil sie ihm nicht in die Wiege gelegt war, er sie daher nicht kannte und sie sich durch sorgsameren Umgang mit Anderen erst erarbeiten hätte müssen. Eckstein war jedoch Zeit seines Lebens kurz angebunden bei allem gewesen, was ihm Stress verursachte, und unfreundlich zu allen, die ihm auf die Nerven gingen. Bedachtlos war er zwischen Städten und auch Staaten hin und her gesprungen, hatte stets im Jetzt gewohnt und kaum das zerstörerische Potenzial eines künftigen Daseins als Einzelner erkannt, dessen Entstehen er Tür und Tor öffnete, weil er sich in erster Linie mit Vorüberziehendem abgab und das Begrüßen von Bleibendem immer auf später schob. Also war auch wenig geblieben, das nun, da das Später Gegenwart geworden war, auch tatsächlich und verlässlich da war. Seit Eckstein begonnen hatte, alt zu werden, hatte sich das Thema Alleinsein als reale Attacke manifestiert, als Wolke, die über seinem Kopf nicht mehr nur schwebte, sondern auch Wasser abließ. Über die Jahre waren ihm Freundschaften abhanden gekommen, waren Bekannte gekommen und wieder gegangen, hatten sich Beziehungen ergeben und waren wieder verschwunden, hatte es Freundinnen gegeben, die Eckstein wieder verabschiedete oder die sich ihrerseits wieder verabschiedeten. Es waren Weggefährten da, die Eckstein an Hochzeiten verlor, an andere Lebensweisen, und es gab Menschen mit dem Potenzial zum Bleiben, die er nicht hatte bleiben hatte, aus dem einen Grund die einen und aus dem anderen Grund die anderen.

Nun, längst in seinen Sechzigern angelangt, lebte Eckstein wieder dort, wo er geboren war. In jener Stadt, an die ihn die am tiefsten in sein Leben reichenden Erinnerungen banden, weil sie aus seiner Kindheit und Jugend stammten, während alles, was später gekommen war und Fäden an andere Orte gelegt hatte, weniger eindrücklich war, und weil er es weder den Menschen an diesen Orten noch den Orten selbst gestattet hatte, einen Platz in seiner Existenz zu erkämpfen. So waren diese fragilen Fäden schnell wieder zerschnitten worden, bevor sie dick werden konnten. Nun, da er mit einem Mal die Schwelle zum womöglich letzten Viertel seines Lebens überschritt , da er durch die Altstadt seiner Heimat spazierte, durch deren Gassen er schon als Schüler getaumelt war, fand Eckstein sich deshalb plötzlich vollkommen allein in seiner Existenz wieder. Er wohnte als Einer, er kannte niemanden, niemand kannte ihn, er erlebte Tage ohne Kommunikation und es gab Wochen, in denen er außer bei der Kassiererin im Supermarkt interaktionsfrei mit seiner Umgebung blieb. Dass er begann, schlechter zu sehen und schlechter zu hören, deutlich zu früh für sein Verständnis, und dass er in Eigenregie mit Hilfe ausgiebiger Internet-Recherchen aus vereinzelten, unbedeutenden und kleinen Beschwerden die Gefahr einer künftigen Zuckererkrankung am Horizont auftauchen sah, trieb ihm in manchen Momenten Tränen der Verzweiflung in die Augen, die er nur bekämpfen konnte, indem er sich auf Rennrad oder Ergometer setzte und in die Pedale trat, was das Zeug hielt. Danach stellte er sich erschöpft unter die Dusche und hatte genug Endorphine freigestrampelt, um durch den Tag zu kommen.

Dass er sich zum größeren Teil selbst in dieses isolierte Leben manövriert hatte, war Eckstein klar und machte ihn nur noch verzagter. Zum Teil hatte er aber auch einfach Pech gehabt, waren ihm Ereignisse oder Entwicklungen zugefallen, die auch ganz anders aussehen hätten können. Er hatte sich selbst nicht erlaubt, eine Frau zu finden oder sich von ihr finden zu lassen, er hatte es sogar keiner Frau erlaubt, sich durch die mannigfaltigen Wälle, die er um sich aufgeschüttet hatte, zu ihm durchzuwühlen, nachdem sie ihn eigentlich bereits gefunden hatte. Eckstein hatte ein Kind, einen erwachsenen Sohn, dessen Licht wie aus einem anderen Leben in sein eigenes herüber leuchtete, verheißungsvoll zwar, aber trotzdem gedämpft und vor allem unerreichbar, weil der junge Mann mit seinem Vater nichts zu tun haben wollte. Hätte man Eckstein nach dem Grund für diese Abschottung seines Kindes gefragt, hätte er viele eigene Fehler angeführt, aber keinesfalls Unwillen. Er hätte erzählt, wie gerne er sich immer um den Sohn gekümmert hätte, wie gerne er ein Vater gewesen wäre, wie das jedoch aufgrund diffuser Umstände und Handlungsweisen verschiedenster Menschen, auch seiner eigenen, vereitelt worden war. Hätte man das Kind gefragt, hätte dieser gut 30-jährige Mann davon erzählt, wie sehr er sich eine Anwesenheit des Vaters gewünscht hatte, wie schwer es für ihn in vielen Momenten ohne Vorbild und väterlichen Haltegriff gewesen war, und wie er sich deshalb über die Jahre dazu gezwungen hatte, halbwegs beschädigungsfrei als Vaterloser aufzuwachsen und später zu leben, wie gut ihm das nach hartem Training nun gelang und wie wenig er daher mittlerweile das Bedürfnis verspürte, den Vater zu sehen, überhaupt einen Vater zu haben.

Das alles jedenfalls führte dazu, dass Eckstein am diesem Heiligen Abend und überhaupt in seinem Leben so allein war, wie man nur allein sein konnte. Wenn Eckstein über sich und seine Situation nachdachte und dabei trotz aller persönlichen Betroffenheit eine einigermaßen neutrale Klarheit in sein Denken zwingen konnte, was ihm nicht oft gelang, dann sah er vor sich eine erschreckende Wüste, aus der es, von nicht beeinflußbaren und ohnehin unwahrscheinlichen Glücksfällen abgesehen, möglicherweise kein Heraus mehr für ihn geben würde. Eckstein spürte dann einen Tennisball im Hals, den er nicht wegschlucken konnte, und er stürzte zum Ergometer oder der Rennmaschine, um die befreiende Notration Endorphine ins Strömen zu bringen. Und selbstverständlich war für Eckstein wie für alle Menschen, die allein sind, die Einsamkeit in der Zeit um Weihnachten eine ganz besonders grausame Killermaschine.

Er staubte noch eine Extralage Zucker auf die Kruste des Apfelstrudels.

Eckstein war an den Heiligen Abenden seines Lebens immer allein gewesen. Schon als Jugendlicher hatte es für ihn, weil die Eltern früh gestorben waren, allenfalls hier und da gnädige Ersatzveranstaltungen bei Freunden oder Bekannten gegeben, die meisten Heiligen Abende hatte er aber schon als junger Erwachsener mit sich verbracht. An den Fingern einer Hand zählte Eckstein immer am 23. Dezember, wenn er sich auf den schwierigen folgenden Tag vorbereitete, die Weihnachtsabende ab, an denen er gefeiert hatte, wie Menschen eben feiern. Auf vier Heilige Abende seines Erwachsenenlebens kam er dann, und auf nur zwei, die wirklich schön gewesen waren. Die 24. Dezember waren für Eckstein daher immer eine gefährliche Folter, und er lebte in Angst, dass er irgendwann einen davon nicht mehr überleben würde, als Folge einer Kurzschlusshandlung oder als Folge des Versagens eines Organs, das die emotionale Belastung nicht mehr mittragen wollte, Herz oder Hirn, was auch immer. Seit Eckstein diese Angst bekämpfte, auf verlorenem Posten, wie ihm immer öfter schien, und seit er sich Kilos von den Hüften trainierte und Kohlenhydrate ebenso wie Süßigkeiten von seinen Küchenkästen fern hielt, praktizierte er das Ritual, an diesem Tag über die Stränge zu schlagen und der Zeit das Vergehen mit schrankenlosem Konsum von Nahrung zu erleichtern. Er aß sich über den gefährlichen Tag einfach mit Lebensmitteln hinweg, die für ihn ungesund waren, ihm aber schmeckten. Und natürlich trank er Alkohol.

Eckstein stach mit der Tortengabel in den Apfelstrudel.

Eckstein saß nun da an seinem Esstisch, betrachtete das Strudelstück auf den drei Gabelspitzen, das er in Augenhöhe vor sich schwenkte, und dachte an sein Kind. Im einen oder anderen Fenster gegenüber entflammten bereits Christbäume und machten die Dunkelheit zwischen den Häusern warm. Feuchter Schneematsch sickerte auf den unbunten, abendlichen Straßen in schwarze Kanallöcher. Katzen umstreunten dürre, blattlose Sträucher in Vorgärten. Amseln landeten auf finsteren Fensterbrettern in der Hoffnung auf verstreute Krümel. Ein grauer Buschauffeur steuerte seinen leeren Wagen um eine Hausecke, voll Gleichgültigkeit und ohne jede Weihnachtsstimmung, zur nächsten Station, an der kein Fahrgast wartete, das mollige Brummen des Dieselmotors verhallte für eine Minute im Nichts des leeren Vorortes. Für wenige Sekunden entkamen aus einem Wohnzimmer, in dem ein Fenster geöffnet wurde, ein paar Takte Stille Nacht, dann war die Nacht wieder wirklich still. In dieses Schweigen weinte Eckstein kaum weniger geräuschlos in sich hinein, öffnete den Mund, führte das Strudelstück den Zähnen entgegen und teilte damit die Versteinerung seiner Wohnung in zwei Hälften, die rechts und links der Gabel träge an die Wohnzimmerwände schwappten, durch die Flügeltüren ins Vorzimmer hinaus und ins Schlafzimmer hinein flossen, die Küche fluteten und als zähe Masse Traurigkeit die Türe zum Stiegenhaus von innen verstopften. Eckstein kaute, ließ den ungewohnt gewordenen Zucker süße kleine Wunder an den Geschmacksknospen seiner Zunge vollbringen, starrte ein Bild an der Wand an, das durch das Salzwasser seiner Tränen milchig geworden war, die jetzt rannen wie Honig, sich mit zähem Rotz mischten und ihm wenigstens den kleinen, absurden Trost verschwommenen Selbstmitleids gewährten. Eckstein schluckte, holte Luft, zweimal, in tiefen, verzweifelten Zügen, und setze die schmale Längsseite der Tortengabel wieder am Strudel an, wo sie einen tiefen Einschnitt in die Puderdecke zwang, bevor er sie sich in die Kruste kämpften ließ. Eckstein drückte und säbelte, als das Telefon läutete. Für Sekunden belagerten einander in ihm der Drang eine Stimme zu hören, und der Drang allein zu bleiben, weil eine durch ein Gespräch kurz entzwei geschnittene Einsamkeit die Zeit nach dem Schnitt nur noch einsamer macht. Er stapfte ins Vorzimmer und nahm das Handy von der Ablage.

Eckstein meldete sich, hörte zu, wusste nichts zu sagen, wischte sich aber in einer Sprechpause des Anrufers, während dieser auf einen Satz Ecksteins wartete, einen Satz der Überraschung, der Freude vielleicht, welchen Satz auch immer, die Tränen aus dem Gesicht. Er zog den Rotz durch die Nase hoch und wieder zurück in die Nebenhöhlen. Der Anrufer mochte damit gerechnet haben, am anderen Ende der Funkstrecke nicht viel zu hören. Er ließ die Pause nur kurz dauern und sprach weiter. Eckstein hörte zu, spürte wieder den Tennisball in der Kehle, wie er sich ausdehnte, nach oben drückte, nach unten, an die Seiten, aber anders als sonst. Er nickte immer wieder, mit sparsamen Bewegungen, so, als würden sie ihn schlingern lassen, wenn sie zu heftig ausfielen, er drückte das Kinn nach oben, einen fast unsichtbaren halben Zentimeter nur, schob es wieder nach unten, und wieder hinauf, wieder hinunter. Drei-, viermal während des Telefonates ließ er sein halbes Gesicht so nach oben und wieder zurück hinunter wandern, ohne ein Wort zu sagen. Der Tennisball wurde in diesen Minuten kleiner und größer, er wechselte seine Farbe und sandte Sprühregen verschiedener Gefühle und Impulse ins Eckstein-Hirn. Hätte dieser klar denken können, hätte er womöglich den ungewohnten Zuckerschub des Apfelstrudels dafür verantwortlich gemacht. Aber Eckstein tat sich während dieses Telefonates mit dem Denken schwer, zu sehr außer sich und neben sich war er. Er tat kaum mehr, als zuzuhören, was aus dem Lautsprecher an sein Trommelfell klopfte, eine Weihnachtsbotschaft aus der Welt in die Einsamkeit. Das ist gut so, sagte Eckstein schließlich, mit einer Stimme, die er selbst nicht kannte und aus der nichts herauszuhören war, so absolut tonlos war sie, und legte auf.

Er ging langsam zurück ins Wohnzimmer. Aus den weiß-gelben Rechtecken auf der anderen Straßenseite spritzten Sprühkerzen, die Bäume sangen Lieder, wie auch die Menschen sie sangen, die vor ihnen standen. Er ging zu einem Fenster, stellte sich so knapp vor das Glas, dass es trüb würde. Vor seinem Mund beschlug die Scheibe und verschleierte die Weihnachtsstimmung in den Wohnungen gegenüber. Eckstein weinte schon wieder. Beim Vorbeigehen hatte er mit einer spröden Bewegung den Apfelstrudel in die Tischmitte geschoben, so energisch, dass der Schwung die Gabel über die Kante aufs Parkett hatte fallen lassen und ein unpassendes Klirren das traditionelle Heiliger-Abend-Schweigen in Ecksteins Wohnung störte. Der stand vor der Scheibe, überstarrte die schwarze Nacht zwischen den Häusern, schwieg und kämpfte unentwegt mit Tränen, die ihm der Tennisball von unten aus seinem Hals nach oben in die Augen schickte. Mein Kind, flüstere Eckstein seinem düsteren Spiegelbild zu, das ihn entgeistert musterte wie ein Fluch aus einer unbekannten Welt, mein Kind hat mit mir geredet. Nach einer langen Pause trat er ins Zimmer zurück und schob den Ergometer näher ans Fenster, hievte sich in den Sattel, sah in sein Spiegelbild an und radelte los.

Eckstein bearbeitete die Pedale immer wüster, beobachtete die Nacht draußen, sah hinüber in die Heiligen Abende der Nachbarn. Er trat ohne Ende, bis die Bewegung den Rotz aus seinem Kopf drängte. Die Anzeige vor ihm zählte die Kilometer hinauf, addierte die verbrauchten Kalorien, Eckstein trat und trat und dachte an seinen Sohn. Die Menschen in anderen Wohnungen sangen noch immer ihre Weihnachtslieder, entwickelten verwinkelt verpackte Geschenke, lebten ihren Heiligen Abend. Eckstein ließ sich von seinem Kopf wieder und wieder die Sätze des Sohnes wiederholen, sie umzirkelten sein Denken, hielten vorne an, drehten hinten Pirouetten, stießen den einsamen, bald schon alten Eckstein in unbekannte Erlebniswelten und fremde Zustände. Draußen sah er in einem der Fenster eine Girlande von einem Ast zu Boden gleiten. Was für ein Fest, murmelte er, erstaunt, aber entschlossen, als ob der zarte Satz ein Brüllen wäre, und holte tief Luft. Was für ein Fest, entfuhr es ihm ein zweites Mal, diesmal laut, in die Leere des Zimmers. Es war sein Fest, Ecksteins erstes seit vielen Jahren, das ihm an diesem schrecklichen Tag einen Gedanken an Gutes in den Kopf pflanzte. Er strampelte ohne Unterlass, radelte die Einsamkeit genauso wie die Kilos in das Nichts des Winters hinaus, radelte ohne Besinnung auf seinem Ergometer, ohne Tränen mittlerweile, radelte jetzt mit dem Weihnachtsabend das, was ihn aus seiner früheren Zukunft eingeholt hatte und Gegenwart geworden war, in die Vergangenheit.

Und mit einem Mal war Eckstein, als wäre alles an ihm neu, trotz seiner welken, vergangenen Pracht. Als flösse plötzlich warm das Blut durch ihn, in seiner kalten Nacht.

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