Die Büros der Chefs

Sie müssen mir das bitte nachsehen, sage ich, ich bin ein Mann und außerdem Steirer, wir haben das eben einfach nicht so gut drauf.

Sabine Herlitschka kann gar nicht glauben, dass jemand ihre drei Orchideen im Büro nicht auf den ersten Blick als solche erkennt. Doch die Vorstandsvorsitzende von infineon Österreich, nach einer Reihung der Kollegen vom industriemagazin zweitwichtigste Frau im Land und unter den zwölf einflussreichsten CEOs Österreichs, ist ein großzügiger Mensch. Sie lässt mir das durchgehen und erklärt dem unbedarften Gast geduldig, wie die schönen, blauvioletten Blumen korrekt zu bewässern sind.

Getunkt und nicht gegossen gehören sie, sagt sie, das ist wichtig.

Ich merke mir das – nur für den unwahrscheinlichen Fall, dass ich einmal eine Orchidee besitzen werde.

Jetzt aber Sabine Herlitschka. Sie ist sicher eine der spannendsten Managerinnen Europas, und ich bin auch der Überzeugung, dass sie in Sachen Humor deutlich unterschätzt wird. Immer wieder bekomme ich von allen möglichen Leuten erklärt, dass die Dame trocken sei – ist sie aber nicht. Ich hatte schon einmal ein Gespräch mit ihr, vor einigen Jahren, damals für das Format. Und wir haben gemeinsam darüber gelacht, dass sie mir aus Verschwiegenheitsgründen nicht mehr erzählen konnte, obwohl sie das gerne getan und obwohl ich das für nötig erachtet hätte, um dann ein spannendes Interview schreiben zu können. Jetzt scherzen wir wieder, diesmal halt über Orchideen. Und über Geigen – Herlitschka versucht gerade, das komplexe Geigenspiel zu erlernen, und ich hatte ja, Sie können das hier nachlesen, soeben erst eine echte Stradivari in der Hand. Da ergibt sich Gesprächsstoff.

Dazwischen erzählte mir die in Salzburg aufgewachsene Biotechnologin mit eigentlichem Wohnort Wien und de-facto-Wohnort Ossiacher See – weil das infineon-Headquarter eben in Villach verortet ist – alles, was ich über ihr Büro wissen wollte. Das ist übrigens nicht von schlechten Eltern – groß, ein schönes Gemälde des Kärntner Malers Valentin Oman hängt drin, und eine besondere Rolle spielt der blaue Sessel, in dem sie auf dem Foto sitzt.

Über ihr Büro!, werden Sie jetzt entgeistert schreien. Da hat der als Wirtschaftsjournalist die Chance, mit der Chefin eines der spannendsten und erfolgreichsten österreichischen Unternehmen zu reden, und dann fragt er sie über ihr Büro aus?

Nun ja. Der Job.

Für ein Magazin, das der Tageszeitung „Der Standard“ am 23. Mai beiliegen wird und dessen Inhalt ich mit dem Kollegen W betreue, schrieb ich gerade die letzten Zeilen einer Story über die Büros von Topmanagern und Innen fertig. Herlitschka war meine letzte Ansprechpartnerin.

Das ist eine höchst spannende Angelegenheit. Ich war zum Beispiel beim Wienerberger-CEO Heimo Scheuch zu Gast. Beim unglaublich erfolgreich werkenden Finanzmanager Leo Willert, Gründer und CEO der verschwiegenen Trading-Firma Arts. Ich konnte den bereits zwei Jahre zurück liegenden Besuch im Arbeitszimmer des Festspielintendanten und Nationalheiligtums Felix Dvorak zu einem Büro-Porträt verwerten. Und bereits vor etwas über zwei Jahren gab mir Silvia Fluch, COO beim coolsten aller coolen Unternehmen, bei ecoduna nämlich, Einblick in ihr Arbeitsumfeld. Das war damals ja überhaupt das Legendärste, denn Fluch hält die futuristischen, hängenden grünen Algengärten von Bruck an der Leitha am Laufen. Das verstehen Sie aber nur, wenn Sie hier klicken und das seinerzeitige Porträt, welches ich über sie schrieb, lesen. Superspannende Frau, superspannendes Unternehmen, und Algen sind ja sowieso das grüne Gold der Zukunft. Nur falls Sie das nicht eh schon wissen.

(Sie werden dem seinerzeitigen Porträt-Titel, Die Jägerin der kleinen Wunder, übrigens in zwei oder drei Jahren wieder irgendwo begegnen, doch das nur als kleine Sneak Preview, mehr möchte ich heute darüber noch nicht erzählen.)

Jedenfalls – deshalb also das mit den Büros. Kaufen Sie sich doch einfach am 23. Mai den Standard, Sie werden in der Beilage „Werte mit Zukunft“ auch ein paar andere unterhaltsame Stories vorfinden, zum Beispiel über Boote, über Stradivaris, über nachhaltiges Investieren und so weiter. Und Sie werden nachlesen können, warum der blaue Sessel in ihrem Büro für Sabine Herlitschka so wichtig ist.

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