Büchse der Pandora

Stellen Sie sich bloß vor, in Österreich würde das Folgende geschehen:

Der Bundeskanzler tritt vor die Medien und sagt sinngemäß, dass es manchmal nicht so wichtig ist, ob man sich als Regierung punktgenau an Gesetze hält oder nicht. Und der Verfassungsgerichtshof könne die Handlungen der Regierung ja ruhig prüfen – denn bis die Richter dort einmal soweit sind, sei eh schon alles durchgezogen und vorbei.

Die Wirtschaftsministerin tritt auch vor die Medien und sagt sinngemäß: Wenn Unternehmen sich ungerecht behandelt fühlen, sollen sie sich lieber mehr anstrengen als ihre Zeit sinnlos mit Anwälten zu verschwenden, um gegen Regierungsmaßnahmen vorzugehen.

Der Vizekanzler sagt, schreibt die Tageszeitung „Die Presse“, er sei zwar „skeptisch“, ob es in Ordnung ist, dass ein Landeshauptmann verfügt: Wer unter bestimmten Umständen mehr als 15 Kilometer von seinem Wohnort entfernt angetroffen wird, kann von der Polizei angehalten, bestraft und weggewiesen werden. Aber der Vizekanzler duldet es stillschweigend, Skepsis hin oder her.

Der Parlamentspräsident sagt, er könne sich vorstellen, dass jeder Bürger gezwungen wird, eine App auf seinem Mobiltelefon zu installieren. Eine App, mit der die Behörden de facto kontrollieren können, mit wem sich dieser Bürger trifft oder in der Vergangenheit getroffen hat.

Die Regierung verabschiedet Erlässe und Verordnungen, die auf so stümperhafte Weise unklar formuliert sind, dass selbst Wochen später nicht klar ist, was genau sie verbieten oder erlauben – und damit der Polizei Tür und Tor geöffnet, nach Lust und Laune zu interpretieren, zu strafen oder wegzusehen. Bürgern, die sich dagegen juristisch wehren wollen, richten Bundeskanzler und Wirtschaftsministerin aus: siehe oben.

Einzelne Gemeinden versuchen, Mitbürgern aus anderen Gemeinden den Zutritt zu verweigern, weil sie mit ihnen nichts zu tun haben wollen und fürchten, durch Kontakt krank zu werden. (Haben jedoch Hotels und Geschäfte geöffnet, lässt sich mit diesen Mitbürgern also Geld verdienen, werden sie von dieser Furcht nicht geplagt.)

Menschen bespitzeln andere Menschen, weil die sich mit wiederum anderen Menschen treffen, die ersteren ebenso unbekannt sind wie der Grund der Zusammenkunft – und melden das den Behörden, damit diese einschreiten mögen.

Das alles, so unvorstellbar es aufgeklärten, modernen Bürgern vor wenigen Monaten noch gewesen sein mag, passiert gerade tatsächlich. Nichts des oben Geschilderten ist gänzlich frei erfunden. Denn der Bundeskanzler und sein Innenminister öffnen in Österreich gerade dem Polizeistaat Tür und Tor, der Vizekanzler und seine Adlaten schauen zu.

Sie alle ermutigen direkt oder indirekt wechselseitiges Bespitzeln der Bürger. Der Gesundheitsminister und die Beamten in seinem Ministerium dilettieren mit hanebüchen formulierten Verordnungen und Erlässen, die jeder talentierte Jus-Student im dritten Semester mit auch nur ein wenig Textgefühl besser hinbekommen würde. Der Vizekanzler ist lediglich „skeptisch“.

Begründet wird das alles – dieses dramatische Außerkraftsetzen demokratischer und zwischenmenschlicher Spielregeln – mit dem Kampf gegen das Coronavirus. Ein Virus, das bis jetzt in Österreich in seiner Gesamtheit weniger Todesopfer gefordert hat als der Straßenverkehr in einem einzigen Jahr. Ein Virus, an dem im Jahr 2020 bisher nur etwas mehr als ein Zehntel soviel Menschen erkrankt sind wie an einer normalen Grippe. Und so weiter. Natürlich – Krankheiten und ihre Auswirkungen miteinander zu vergleichen, ist schwierig. Und Todesursachen gegeneinander abzuwägen, ist selbstverständlich problematisch. Man muss bei der Interpretation von Gesundheitszahlen sehr behutsam sein. Aber zumindest Indizien für den tatsächlichen Grad einer Bedrohung lassen sich daraus doch gewinnen.

Die Regierung sagt jedenfalls seit Beginn der Coronakrise, es gehe darum, die Überlastung der Intensivstationen an den Krankenhäusern zu verhindern. Das ist an sich nachvollziehbar und wohl, zumindest theoretisch, ein richtiger Zugang.

Aber schauen wir genau hin: Derzeit, also am 18. April, befinden sich in Österreich nur 208 Coronakranke auf einer Intensivstation, 951 Intensivbetten wären verfügbar. Wobei in Österreich ohnehin generell mehr Intensivbetten zur Verfügung stehen als in fast allen anderen OECD-Staaten. In Tirol, dem lange Zeit am stärksten von Corona betroffenen Bundesland, waren am 23. März, als die Coronoainfektionen ihrem Höchststand zustrebten, laut der Tageszeitung „Der Standard“ 93 von 184 Intensivbetten frei – also rund die Hälfte. In Niederösterreich, wo es 387 Intensivbetten gibt, waren nur 20 mit Coronakranken belegt. Und so weiter. Die von der Regierung behauptete drohende Überlastung von Intensivstationen ist also auch mit sehr viel Goodwill nur schwer zu erkennen.

Selbstverständlich argumentiert die Regierung, dass diese Unterbelegung, die so überhaupt nicht den aufgebauten Drohszenarien entspricht, eben nur deshalb zustande gekommen ist, weil man eben so extreme Maßnahmen gesetzt habe, und das so extrem kompromisslos und schnell.

Das könnte grundsätzlich stimmen. Oder eben aber auch nicht. Es lässt sich jedenfalls leicht behaupten, weil jedes Argument nur schwer überprüfbar ist, das mit „aber was wäre gewesen, wenn“ beginnt. Zahlreiche Studien würden belegen, dass ansonsten ein Kollaps gedroht hätte, heißt es. Vor allem der Bundeskanzler hat dieses Argument bei vielen seiner beinahe täglich stattfindenden Pressekonferenzen immer wieder ins Spiel gebracht. Mein Kollege Michael Nikbakhsh vom profil, ein seriöser und für die Qualität seiner Arbeit oftmals ausgezeichneter Journalist, hat sich die Mühe gemacht, diesen von Kurz zitierten Studien nachzuspüren. Er konnte, wie er selbst schreibt, keine einzige davon ausfindig machen. Lesen Sie selbst, indem Sie hier klicken.

Es wird immer offen bleiben, wie die Coronakrise verlaufen wäre, hätte die Regierung anders gehandelt. Ob alles noch viel schlimmer geworden wäre, wie Kurz, Anschober und Kollegen versichern. Ob es überhaupt zu einer Krise gekommen wäre. Oder ob die Krise – zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht – nicht vielleicht erst durch die Regierung ausgelöst wurde. Ob der schwedische Weg, auf Vernunft statt Grundrechtsbeschränkungen und Herdenimmunität zu setzen, langfristig womöglich der bessere gewesen wäre. Da wird noch lange, viel und heftig gestritten werden.

Aber einige Schlüsse kann man nach einem Monat Lockdown und seinen Folgen durchaus ziehen:

Erstens: Die Regierung Kurz-Kogler hat vordergründig effizient gehandelt. Bei genauem Hinsehen jedoch eher stümperhaft.

Sie hat, das spricht in dramatischer Weise gegen sie, Fehler gemacht, die geeignet sind, in der Bevölkerung Misstrauen und Angst hervorzurufen – wie etwa die wochenlang vorgetragene glatte Lüge, dass Schutzmasken nicht helfen würden. (Man konnte damit wohl gut vertuschen, dass man es verabsäumt hatte, rechtzeitig für einen entsprechenden Vorrat zu sorgen.) Die Bevölkerung hingegen hat in ihrer Gesamtheit erstaunlich gelassen und vernünftig reagiert. Sie ist den Maßnahmen der Regierung, auch wenn diese inzwischen einen wenig vertrauenswürdigen Eindruck hinterlässt, gefolgt. Das spricht für Österreich. Schließen Kurz & Co. daraus nun, sie könnten den Menschen im Land in Zukunft jede Beschränkung ihrer Grundrechte jederzeit zumuten und leicht aufschwatzen, wäre das fatal. Man darf ihnen jedoch – und hier sind wir wieder beim Thema Vertrauenswürdigkeit – durchaus unterstellen, dass sie ganz genau so denken.

Zweitens: Das Steuerrad in so einer Situation hauptsächlich Virologen und Mathematikern zu überlassen, ist dumm und fahrlässig.

Denn die Coronakrise und die Folgen des Handelns der von medizinischen Experten gesteuerten Regierung hat für die österreichische Gesellschaft eine Lage erzuegt, deren Komplexität weit über die virologische Thematik hinaus geht. Es geht um die Konstruktion des funktionierenden Zusammenlebens einer Zivilisation. Da ist auch und vor allem die Expertise von Soziologen, Philosophen, Psychologen, Historikern, Ökonomen, Politikwissenschaftern und Juristen gefragt. Stattdessen lenken aber hauptsächlich Mediziner die Politiker bei deren Versuchen, das Land und unser Zusammenleben zu dirigieren.

Drittens: Politiker sind in einer Krise wie dieser ohnehin per se überfordert.

Die Auslesemechanismen in den Parteien, auf denen die Rekrutierung so gut wie aller gegenwärtigen Regierungspolitiker basiert, sind so gestaltet, dass sie eher nicht die Besten, Klügsten, Edelsten und Fähigsten nach oben spülen. Im Gegenteil: Wer von den Mühlsteinen einer Parteikarriere zurecht geschliffen wird, dem sind soziale Fertigkeiten und charakterliche Besonderheiten im positiven Sinn längst abtrainiert. Dem darf man durchaus unterstellen, populistisch, machtbesessen, rücksichtslos und egoistisch zu agieren. Wer nicht so ist, schafft es einfach nicht durch Parteiapparate nach oben. So jemand ist aber ganz sicher der Falsche, ein ganzes Land durch einen Sturm zu navigieren.

Und viertens: Die Regierung hat mit ihren Aktionen zur tendenziell eher unreflektierten Beschränkung persönlicher Freiheiten nun die Büchse der Pandora geöffnet.

Sie hat die Rechtsstaatlichkeit über eine Grenze manövriert, deren Überquerung Freiheitsbeschränkungen, Polizeiwillkür, Bürgerbespitzelungen und Rechtsbeugung möglich macht. Man sieht am Beispiel Neusiedlersee und Doskozil, welche Folgen das haben kann. Da wird wohl noch mehr kommen.

Fünftens, leider: Die Büchse der Pandora, einmal offen, lässt sich nicht mehr schließen.

Wir müssen fürchten, dass wir unser vergleichsweise freies, durch Bürgerrechte abgesichertes und von Behörden nur ansatzweise kontrollierbares Leben in Österreich, wie es früher war, nicht mehr zurückbekommen werden. Das sind keine schönen Aussichten.

86 Gedanken zu “Büchse der Pandora

  1. Warum kann Herr Kurz schon vorher Wissen; bis der oberste Gerichtshof über diese Gesetze entschieden hat;?? Sei ohnedies schon alles vorbei…Ist er ein Hellseher..Das ist ja unglaublich wie die das Volk verarschen..Nie wieder gehe ich zu einer Wahl….Es reicht…..

    1. Nicht zur Wahl zu gehen, ist leider die falscheste Entscheidung, die man treffen kann. Damit überlassen sie ihr Wohl und das aller anderen, jenen Menschen, die noch nicht erkannt haben, was die regierenden Parteien anstellen.
      Nur durch die Wahl von anderen Parteien besteht die Möglichkeit, die Türkisen in ihre Schranken zu weisen.

      1. Und man hält tausende Kinder in unzumutbaren Verhaltnissen fest und erst heute wurde erstmals darüber gesprochen. So viele Therapeuten wird’s nie geben, die da gebraucht werden.

        1. Ja. Mei kleiner is die 6. Woche bei seiner Papafamilie, da ich ja normal arbeite und bei ihnen auch noch Urgroßeltern leben die über 80 sind. Ich kann nichts tun, bin vollkommen machtlos, sie glauben ja an dieses Corona.

        2. Weil der Kommentar von @Duar Nazi-Terminologie verwendet hat und trotz Aufforderung nicht geändert wurde, habe ich ihn gelöscht. Nazi-Ideologie hat hier grundsätzlich nichts verloren. Bitte geht in euren Kommentaren auch alle respektvoll, höflich und ohne Beschimpfungen miteinander um – unabhängig davon, ob eure Meinungen übereinstimmen oder nicht.

      2. Ich bin überzeugt, dass man als Staatsbürger zu jeder Wahl gehen sollte, die man hat. Und man sollte sich die Art und Weise, wie Regierungs- und Oppositionsparteien nun in dieser Krise agieren, unbedingt bis zur nächsten Nationalratswahl merken.

        1. Wie leicht ist doch die jüngste Geschichte wieder vergessen? Vor wenigen Jahren gab es bereits den Versuch, den „mündigen Bürgern“ bei einer wichtigen Wahl mit einer Option zu versehen, die eine sonst als „ungültig“ verbuchte Wahlstimme als „gültig“ zu werten. Zuvor „ungültig“ oder „leer gewählte“ Stimmen, wurden den Altparteien prozentuell zugewiesen und erreichten genau das Gegenteil von dem, was der engagierte „Wähler“ eigentlich bezwecken wollte. Mit dem Bürgerforum/Bürgerparlament „GILT!“ versuchte Roland Düringer seinerzeit GENAU DAS. Die Menschen hatten es damals nicht begriffen und werden es bei der nächsten Wahl ebenso wieder nicht begreifen. Wie hieß doch ein so kluger Satz Bruno Kreisky’s? „Lernen Sie Geschichte, meine Herren.“

        2. Leider muss man sagen, dass neben den Regierungspartein sich auch die Oposition nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

        3. „Tolle“ Wahlwerbung“ für die
          „Verlierer“Herr PuchleitnerApril.
          Sie sind wohl ein „ Selbstdarsteller“ mit VIEL Zeit , wenig AHNUNG , würden Sie einwenig denken , über die Grenzen schauen, dann könnten Die sehen was uns durch rigorose Maßnahmen erspart blieb. Dazu braucht man jedoch ein „bisschen „ Hirizontblick“ .
          Ich würde meinen Sie sind ein erfolgloser „Selbstdarsteller“ , hatten „ Dank der Maßnahmen „ viel Zeit um Ihren Artikel auf Papier zu bringen , ich habe ihn gelesen da mir mein Lesestoff über „ Komik“ ausgegangen ist.
          Danke , habe es sehr amüsant gefunden!

      3. Dann müssten wir eine eigene Partei aufstellen den keiner spricht wirklich für das Volk und solange Geld fließt und man die Leute kaufen kann, wird immer einer gewinnen 🙄

        1. Wie leicht ist doch die jüngste Geschichte wieder vergessen? Vor wenigen Jahren gab es bereits den Versuch, den „mündigen Bürgern“ bei einer wichtigen Wahl mit einer Option zu versehen, die eine sonst als „ungültig“ verbuchte Wahlstimme als „gültig“ zu werten. Zuvor „ungültig“ oder „leer gewählte“ Stimmen, wurden den Altparteien prozentuell zugewiesen und erreichten genau das Gegenteil von dem, was der engagierte „Wähler“ eigentlich bezwecken wollte. Mit dem Bürgerforum/Bürgerparlament „GILT!“ versuchte Roland Düringer seinerzeit GENAU DAS. Die Menschen hatten es damals nicht begriffen und werden es bei der nächsten Wahl ebenso wieder nicht begreifen. Wie hieß doch ein so kluger Satz Bruno Kreisky’s? „Lernen Sie Geschichte, meine Herren.“

      4. Stimme ihnen zu aber im endeffekt hätte jede andere regierungs konstellation den gleichen mist veranstaltet 🤢

      5. Wie leicht ist doch die jüngste Geschichte wieder vergessen? Vor wenigen Jahren gab es bereits den Versuch, den „mündigen Bürgern“ bei einer wichtigen Wahl mit einer Option zu versehen, die eine sonst als „ungültig“ verbuchte Wahlstimme als „gültig“ zu werten. Zuvor „ungültig“ oder „leer gewählte“ Stimmen, wurden den Altparteien prozentuell zugewiesen und erreichten genau das Gegenteil von dem, was der engagierte „Wähler“ eigentlich bezwecken wollte. Mit dem Bürgerforum/Bürgerparlament „GILT!“ versuchte Roland Düringer seinerzeit GENAU DAS. Die Menschen hatten es damals nicht begriffen und werden es bei der nächsten Wahl ebenso wieder nicht begreifen. Wie hieß doch ein so kluger Satz Bruno Kreisky’s? „Lernen Sie Geschichte, meine Herren.“

      6. Es war sowieso KEINE DEMOKRATISCHE WAHL!!! Es wurde davor schon besprochen WER mit Kurz regieren wird !! Abgesehen davon das man nach einem MISSTRAUENSANTRAG überhaupt NOCHMALS zu einer Wahl aufgestellt werden kann 🤦‍♀️Das gibts ja normal gar nicht!!!! Wie geht das??? Es war schon sooo fix das er wieder Kanzler wird !!! Ich gehe auch nicht mehr zur Wahl !! Davor dachte ich wie Sie!! Aber jetzt ist Schluss! Wir leben in keiner Demokratie mehr !!! 😡😤😡😤

        1. Bei mir hat sich das „Nicht- wählen“ so entwickelt: Ich habe immer die EU- Wahl geschwänzt, weil ich die EU als keine sinnvolle Organisation empfinde. Entstanden ist das durch so sinnlose und den Bürger bevormundende Verordnungen wie z.B. Glühbirnenverordnung, 1400 Watt Staubsauerverordnung, verpflichtendes E-Call bei Autos, verpflichtende Assistenzsysteme bei Autos und vieles mehr. Man verbietet einem mündigen Bürger z.B. Glühbirnen zu kaufen – wo sind wir eigentlich – in einer EU- Diktatur?? Zusätzlich hat die EU bei wichtigen Dingen, wie der Flüchtlingsfrage ein Totalversagen hingelegt, und die Niedrigzinsproblematik führt zu einem Realverlust bei meinen Sparguthaben, und das schon seit Jahren und es ist kein Ende in Sicht.

          Bei der letzten EU- Wahl bin ich dann wieder hingegangen, weil es mir wichtig erschienen ist. Was war das Ergebnis: Kandidaten, die von österr. Parteien aufgestellt wurden, und die mit hohen Vorzugsstimmenzahlen bedacht wurde sind gar nicht nach Brüssel gegangen oder nach kurzem Eingewöhnungsversuch wieder zurück in Wien und machen hier weiter. Namen brauche ich keine zu nennen, dem interessierten Bürger sind sie bekannt. Was war das dann – Wählertäuschung, – Wählerverarschung??

          Das nächste Thema ist jetzt die Corona- Sache. Wenn ich etwas absolut nicht vertragen kann, dann ist es Dummheit, und zwar absolut dumme Vorschriften und Verordnungen, wie es hier laufend passiert. Und zwar völlig egal, ob es um die Bundesregierung geht (und darüber geht es ja hier im blog), oder um Länder- bzw. BH- Vorgaben oder um Gemeinde Verordnungen. Beispiele hatten wir in den letzten Wochen genug, einiges gefällig: Geschäfte geschlossen – 5 Wochen später kommt man drauf es könnte mit Maske gehen, Recyclinghöfe geschlossen, Wochendhäusern das Wasser abgedreht, Einziehen der Miliz 3 Monate lang – wofür eigentlich, Betretungsverbot von Seeanlagen – Golfplätzen etc.,15 km Bannmeile Neusiedler See, Verbieten von Bergtouren und Ausflügen, Sperren von Parkplätzen, Schließen der Bundesgärten, Verbot von Nagellack und Schmuck bei Landtagssitzungen – und vieles mehr. Ich glaube es reicht!!!

          Nie wieder zu einer Wahl, und es braucht mich auch kein Vertreter einer Partei oder Wahlbeisitzer in der Gemeinde dann mehr anjammern, ich werde ihm die Meinung sagen.

    2. Ja, wenn das CV an der Grenze halt gemacht, oder das Urteil des Verfassungsgerichtshofes abgewartet hätte, wäre die Regierung mit Kurz, gerne einen Schritt zurückgegangen. Dem ist nichts Weiteres hinzu zu fügen. „Hätten sie geschwiegen, wären sie weise geblieben“.

      1. Dem muss man entgegenhalten dass es das eine ist ein Gesetzt bzw. Verordnungen rasch zu erlassen. Das schließt jedoch nicht aus, dass man diese umgehend überprüfen lässt. Insbesondere da man die Verordnungen etc. ja nun doch schon mehrmals verlängert hat.

        Kommt eine weitere Welle wird man wieder auf ähnliche Mittel zurückgreifen. Hätte man gleich parallel eine Überprüfung eingeleitet könnte man darauf Rücksicht nehmen.

        Aber man will das offenbar gar nicht denn das würde den eigenen Handlungsspielraum der Politiker zu Gunsten der Verfassungsrechte der Bürger einschränken.

        1. Kurz hat das in der Kurz 1 Regierung so gehalten. Auch da mussten die Verfassungsrichter nicht nur einmal korrigieren obwohl keine Zeitnot war und die Regierung nicht mal 1. Halbzeit überstand. Gehört offenbar zu Regierungsstil von Kurz

    3. Das wäre genau der falsche Weg, nicht zur Wahl zu gehen. Die nichtabgegebene Stimme wird dann zum ersten gezählt. Schönen Sonntag noch.

      1. Wie leicht ist doch die jüngste Geschichte wieder vergessen? Vor wenigen Jahren gab es bereits den Versuch, den „mündigen Bürgern“ bei einer wichtigen Wahl mit einer Option zu versehen, die eine sonst als „ungültig“ verbuchte Wahlstimme als „gültig“ zu werten. Zuvor „ungültig“ oder „leer gewählte“ Stimmen, wurden den Altparteien prozentuell zugewiesen und erreichten genau das Gegenteil von dem, was der engagierte „Wähler“ eigentlich bezwecken wollte. Mit dem Bürgerforum/Bürgerparlament „GILT!“ versuchte Roland Düringer seinerzeit GENAU DAS. Die Menschen hatten es damals nicht begriffen und werden es bei der nächsten Wahl ebenso wieder nicht begreifen. Wie hieß doch ein so kluger Satz Bruno Kreisky’s? „Lernen Sie Geschichte, meine Herren.“

    4. Ja, auch ich habe beschlossen, mein Leben lang (ich bin derzeit 51 Jahre alt) lang zu keiner Wahl mehr zu gehen. Ich hab das Gefühl, dass es bei uns keine Politiker mehr gibt, denen ich vertrauen kann und die ihr Handwerk verstehen.

      Denn die österreichischen Maßnahmen mit einem Total- shut down halte ich für ziemlich unintelligent, ich beneide derzeit Schweden wegen ihrer relativ offenen Vorgangsweise. Mir ist allerdings noch nicht ganz klar, warum ( verglichen mit den Grippetoten, den Toten durchs Rauchen, den Toten durch Alkohol, Selbstmordrate etc. ) weltweit eine derartige kollektive Paranoia herrscht, die wahrscheinblich dazu führt, dass es niemand wagt, wieder in den Normalzustand zurück zukehren.

      Vielleicht bin jetzt ich zu unintelligent dazu. Aber es wird dazu führen, dass noch bis Ende des Jahres oder aber länger Beschränkungen nicht aufgehoben werden (Urlaubsreisen, Sport- und Kulturveranstaltungen, Abstandsregeln, Maskentragen etc.) und das mag ich mir nicht wirklich vorstellen.

      1. Meiner Meinung nach liegt das Problem an den Parteien. Nämlich das es Parteien überhaupt gibt. Als im nach dem ersten und vor allem nach dem zweiten Weltkrieg ein Parteiensystem installiert wurde, Parteien als Vertreter von unterschiedlichen Interessensgruppen, war richtig und der beste Zugang, um eine Demokratie vom Volke aus zu errichten. Man darf ja nicht vergessen, dass man trotz der Zwischenkriegszeit keine Erfahrung mit funktionierenden Demokratien hatte.

        Leider vertreten Parteien heute nur noch die eigenen Interessen. Ihr Führungspersonal sind nur Marionette die die Interessen parteiinterner Gruppierungen vertreten. Ein Spagat zwischen unterschiedlicher interner Lobbies der kaum noch mit den Interessen von Bevölkerungsgruppen vereinbar ist. Besonders bei den etablierten Altparteien geht es doch hauptsächlich die Posten der eigenen Bonzen zu erhalten und das jetzt schon in dritter Generation.

        Wenn ich heute einen Blick durch das Parlament mache sehe ich kaum jemanden der je in seiner Karriere einer regelmäßigen Arbeit, in der Privatwirtschaft, nachgegangen ist. Menschen die den Sitz im Nationalrat quasi als Gipfel seiner Karriere erreicht hat. Es gibt sehr wenige die sich neben einer Selbständigkeit politisch engagieren. Viele starten ihre Laufbahn mit Studium und dann Beamtenlaufbahn und als Alterserscheinung in den Nationalrat. Einige haben überhaupt nur mehr das Studium und waren ein wenig in Jugendorganisationen tätig (Haben die den Sitz im Nationalrat geerbt?). Da wundert man sich dann schon.

        Ganz schlimm wird es dann wenn Personen in Ministerien gehievt werden von der Themengebiet sie völlig Ahnungslos sind.

        Parteien sind so wie sie heute funktionieren leider absolut undemokratisch und gehören, meiner Meinung nach, deshalb verboten.

        Ich könnte hier noch viel dazu schreiben. Leider würde das aber den Rahmen sprengen.
        Vor allem glaube ich nicht, dass ein Parteiensystem eine gute und positive Zukunft gewährleisten kann.

        1. Danke für die Bestätigung!

          So drastisch wollte ich es nicht schreiben, aber genau das, habe ich mir schön öfter gedacht, insbesondere unter der Beamtenregierung neulich. Dazu kommt, dass in Österreich viel Macht bereits durch Vorfeldorganisationen der Parteien ausgeübt wird, und man vielfach dazu verurteilt ist, diese durch Zwangsbeiträge zu finanzieren. Ich für meinen Teil habe das aufgrund Unselbstständigkeit und Selbstständigkeit gleich doppelt.

          Aber jetzt zurück zur Corona- Sache: So wie ich das sehe, sind die durch Vorfeldorganisationen organisierte Hilfestellungen an Unternehmen ineffizient und schleppend. Nicht nur, dass durch den Shut- down, der schlecht und für die Wirtschaft überfallsartig organisiert worden ist, eine Menge Schaden entstanden ist und noch entstehen wird (bin neugierig, was nach der Auszahlung der Doppelgehälter im Juni passiert), ist man nicht in der Lage den Unternehmen schnell und unbürokratisch zu helfen. Man hört hier die abenteuerlichsten Dinge. Wundert mich nicht: Die wirklich unnötigsten Termine meines Lebens waren zwei Beratungsgespräche bei 2 unterschiedlichen sogenannten Vorfeldorganisationen. Das hätte ich mir sparen können, als Unternehmensberater hatte ich mehr Wissen als die beiden Berater.

          Und dieses Gefühl habe ich auch bei den Politikern und ihren Beratern, insbesondere jetzt in dieser Situation. Ich möchte mir nicht anmaßen, mehr zu wissen, als jene, die hier die Entscheidungen getroffen oder aufbereitet haben. Aber alleine mein Baugefühl sagt mir, dass hier etwas nicht stimmt. Ich mache auch Statistiken, und ein geflügeltes Wort ist „glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast“, aber hier könnte etwas gründlich falsch gelaufen sein in der Einschätzung der Gefahr, und in der Einschätzung der Kapazitäten des Gesundheitssystems (Stichwort: Intensivbetten). Ich habe vor dem Shut- down ein Radio- Interview mit einem Vertreter aus dem Krisenstab gehört, dieses übertriebene „an die Wand malen“ eines Katastrophenszenarios, war schlichtweg nicht auszuhalten.

          Oder in der Festlegung der notwendigen Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt. Denn man muss mir schon erklären, warum man am 16.03.2020 fast alle Geschäfte schließt, vielen Gewerbebetrieben das Arbeiten verbietet (Friseure, Fußpfleger etc.) und 1 Monat später draufkommt, dass man ja Masken verwenden könnte. Mein Hausverstand sagt mir auch, dass es nicht sein kann, dass uns das Virus so beschäftigen wird, dass wir bis in den Herbst hinein sämtliche Events absagen müssen. Es gibt hier auch Zeitgenossen, die sprechen gar von 2022 oder 2023!

          Ich versteh noch nicht ganz, was hier gespielt wird, aber diese kollektive Paranoia nimmt gespenstische Züge an. Machen wir das jetzt bei jedem Virus? Heuer kommt das dritte Virus von links, in 2 Jahren das dritte Virus von rechts. Und jedes Mal dieses Theater? Oder sind wir nicht mehr fähig bei Entscheidungen Restrisiken zuzulassen und abzuwägen, und glaubt man wirklich ein Virus nur beherrschen zu können, wenn man „kontrollfreakartig“ alles dicht macht und die Bevölkerung mit staatspolizeilichen Maßnahmen niederhält. Es werden noch viele Viren kommen und wir werden mit vielen Erkrankungen leben müssen, und das im Normalzustand, nicht so wie jetzt.

          Nur damit wir uns richtig verstehen: Maßnahmen gegen die Viruserkrankung sind OK, wenn sie maßvoll und intelligent umgesetzt werden, und zwar dort, wo es notwendig ist. Das ist schwierig, das gebe ich zu, es war wahrscheinlich einfacher einmal das ganze Land zuzusperren. Aber dafür habe ich die Politiker nicht gewählt, und mit meinen Steuergeldern auch die Berater nicht bezahlt. Ich hätte schon erwartet, dass hier zielgerichteter, effizienter und intelligenter vorgegangen wird. Und ich möchte das wirtschaftliche Desaster nicht mit meinen Steuergeldern bezahlen – wir werden uns dahingehend übrigens noch wundern, was hier noch alles zusammenbricht.

          Nur damit wir uns noch einmal richtig verstehen: Die Sterblichkeit durch Corona wird man wirklich nur dann erkennen, wenn man die gesamte Jahressterblichkeit in den einzelnen Staaten mit den vergangenen Jahren vergleicht, weil alle Zahlen die hier jetzt aktuell genannt werden mangels Vergleichbarkeit und aufgrund verschiedener Zählweisen einfach nicht verglichen werden können, und die Gesundheitssysteme extrem unterschiedlich in Organisation und Qualität sind. Für Österreich nur soviel in nackten Zahlen ohne etwas vergleichen zu wollen: Grippetote/Jahr: bis zu 6.000; Tote durch Krankenhauskeime/Jahr: bis zu 5.000; Tote durch Rauchen/Jahr bis zu 14.000; Tote durch Alkohol/Jahr bis zu 8.000/Jahr. Alles durch Medienberichte belegbar, die natürlich auch falsche Zahlen veröffentlicht haben könnten. Übrigens: Mich würde brennend interessieren, wie viele der Corona- Toten Raucher waren, damit man die Risikogruppen richtig eingrenzen kann.

    5. Es ist grundsätzlich im Gedankengut der Menschen offenbar verankert, ständig zu kritisieren und nachträglich alles besser zu wissen. Lobenswert wäre es, in schwierigen Zeiten diesen Vorausblick zu zeigen und zu übermitteln, der alle einzuleitenden Dinge richtig sieht und macht. Daher verstehe ich es einfach nicht, dass es ständig diese Kritiker gibt, die nachträglich alles besser wissen.
      Bitte, im Sinne einer vernünftigen Gestaltung der künftigen Schritte, zeigen Sie jetzt schon auf, was alles perfekt und sicher richtig gemacht werden soll und dann betrachten wir dies wiederum nachträglich, ob alles zutreffend war!
      Steinewerfer im Glashaus sind ja manchmal sehr mühsam und unproduktiv.
      Meine Meinung ist einfach, Entscheidungen müssen getroffen werden und wer schafft schon , immer perfekt und für alle richtig zu liegen. Aber besser entscheiden als das berühmte Kaninchen zu sein.

    6. Nicht zur Wahl gehen das wäre grundsätzlich falsch, bitte gehen Sie zur Wahl und wählen Sie ungültig. Wenn das jeder machen würde nicht zur Wahl gehen verlieren wir unser Wahlrecht das was unsere grossväter für uns erkämpft haben.

      1. Ja, grundsätzlich ist das richtig!

        Aber mir reicht es leider, die Verrücktheiten seit 2017 werden immer ärger, egal ob durch Ibiza oder durch Corona. Ich hätte nicht geglaubt, dass die Vorgänge nach dem Chaos von Regierungsrücktritt und Expertenregierung noch abstruser und irrationaler werden können. Ich habe mich geirrt.

        Und ich sehe, was Propaganda anrichten kann, auch bei der Meinung der Mehrheitsbevölkerung. Jene Personen, die seit Beginn der Corona- Diskussion, in diversen Foren Bedenken äußern und zum Vergleich die Grippezahlen heranziehen, werden dort beschimpft oder als Trolle verunglimpft. In Gesprächen mit Überlebenden des 2. Weltkrieges bekomme ich jetzt eine Ahnung, wie ungefähr das Jahr 1937/1938 vor der Abstimmung zum Anschluss abgelaufen sein könnte. Und das stimmt mich nachdenklich!

  2. Na ja, alles schlecht zu reden und im Nachhinein alles besser gewusst zu haben ist auch eine Methode. Mir gefällt sie nicht. Dabei bin ich auch sehr kritisch wenn es um die Beschränkung unserer Freiheit geht, siehe „nun ist es also doch passiert“ auf meinem Blog. Nur mache ich mir keine Illusionen darüber, dass Vieles notwendig war, aber wir müssen wachsam sein, wachsam und konstruktiv Kritik übend. Dazu gehört für mich eine Antwort auf die Frage, was können wir und die Regierung, besser machen? Mit freundlichen Grüßen die Gärtnerin mit dem gruenen Daumen.

  3. Wir haben doch Beispiel wie es verlaufen wäre: Schau nach Italien, Frankreich und England. Dann kannst Du Dir vorstellen wie es gekommen wäre, wenn diese Länder, zwar spät aber doch – nicht die Reißleine gezogen hätten.

        1. Man kann nicht sagen wieviel Todesopfer man hat, wenn man nicht weiß, wieviele die Krankheit haben. Vergleichen kann man nur was gleich ist

    1. Immer der gleiche Unsinn mit dem Wiederholen der Fernsehpropaganda. Diese Länder haben gravierende Probleme mit dem Spitalssystem,,waren die ersten und haben Tausende Patienten fehbehandelt, und schlussendlich nicht mal 20% sicher sn C19 gestorben.

      1. Reden Sie nicht so einen Blödsinn daher, ich lebe in Schweden, unser Spitalssystem ist eines der besten in Europa.Hier gibt es genauso Vorsichtsmaßnahmen wie überall auch. Nur, dass wir hier keine Regierung haben, welche die Bürger manipulieren muss!!! Unterm Strich geht es mit dieser Maßnahme hier 1000-mal besser als mit den „Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung“ in Österreich.

        1. 3,5 mal so viele Tote bei 20% mehr Einwohnern und einer viel niedrigeren Bevölkerungsdichte ist 1000-mal besser? Wer redet hier Blödsinn?

    2. Laut meinen Beobachtungen hat es den Anschein, dass die Zahl der angeblich durch den Virus verstorbenen Personen in einem direkten Zusammenhang mit dem Zustand des Gesundheitssystems steht. Auffällig ist auch, dass je weniger Menschen in Spitalpflege genommen werden desto weniger auch in die Todesstatistik einfließen. Mit Ausnahme von Schweden. In Schweden hat die Regierung Fehler im Umgang mit Risikogruppen bereits zugegeben. In vielen Ländern wurden zu beginn der Pandemie auch schneller Verstorbene als Covid 19 Tote deklariert als im weiteren Verlauf (das Gefühl habe ich auch bei diversen österreichischen Regionen, wie z.B. Hartberg), damit die Kurve schön abflacht und die Maßnahmen als Erfolg bezeichnet werden kann.

  4. Sehr geehrter Herr Puchleitner,
    leider ist Ihre Argumentationskette nicht valide.
    Maßnahmen, die das Ziel haben, das Gesundheitswesen nicht zu überlasten und damit Szenarien wie in Oberitalien vorzufinden, schreiben Sie, waren falsch, weil das Gesundheitswesen nicht überlastete wurde.
    Ganz ehrlich, ein fragwürdigere Argumentation habe ich bis dato nicht gelesen.
    Zu den Pandora-Themen und der Rechtsstaatlichkeit müssen wir alle die Augen offen halten und Wachsamkeit zeigen. Jetzt ist die Stunde der Ziviligesellschaft und der Opposition diese verabschiedeten Maßnahmen wieder in ihr ursprüngliches Bett zurück zu führen.

    Denken Sie nochmals über Ihre Argumentationskette nach. 😉

    MfG
    Christian

    1. Lieber Christian, danke für Ihren Kommentar. Ich schreibe mit keinem Wort, dass die Maßnahmen falsch sind. Wörtlich steht oben: „Es wird immer offen bleiben, wie die Coronakrise verlaufen wäre, hätte die Regierung anders gehandelt.“ Ich bin allerdings der Meinung, dass die teils miserable Umsetzung höchst kritikwürdig ist. Und was nicht der Verfassung entspricht, ist sowieso völlig indiskutabel – ebenso wie die offensichtliche Ansicht von Regierungsmitgliedern, das sei egal. Italien und Österreich kann man in keiner Weise vergleichen, ebensowenig wie Südkorea und Österreich, nur zum Beispiel. Ich bin aber Ihrer Meinung, dass nun die Zivilgesellschaft gefordert ist, akribisch darauf zu achten, dass – vor allem die verfassungswidrigen – Freiheitsbeschränkungen möglichst rasch und rückstandsfrei wieder aufgehoben werden. Was leider wohl bleiben wird ist, dass die Regierung künftig schneller bereit sein wird, derartige Ungeheuerlichkeiten schon aus geringerem Anlass wieder einzuführen. Eine große und womöglich übermächtige Aufgabe steht der Zivilgesellschaft da bevor. Viele Grüße, Klaus Puchleitner

      1. Sie schreiben „Ein Virus, das bis jetzt in Österreich in seiner Gesamtheit weniger Todesopfer gefordert hat als der Straßenverkehr in einem einzigen Jahr. Ein Virus, an dem im Jahr 2020 bisher nur etwas mehr als ein Zehntel soviel Menschen erkrankt sind wie an einer normalen Grippe.“ Damit verharmlosen Sie das gesundheitliche Gefahrenpotential von COVID-19. Wie Christian schon schreibt, lassen Sie außer acht, dass erst die restriktiven Maßnahmen der Regierung die Zahlen entsprechend niedrig gehalten haben, bzw. negieren Sie offenbar den kausalen Zusammenhang. Glauben Sie tatsächlich, dass ein wohlwollender Apell an die Bevölkerung alleine ausgereicht hätte, die Verbreitung der Viruserkrankung mit gleicher Effizienz einzudämmen?

        Der Vergleich der Zahl der Toten einer durch massive Gegenmaßnahmen stark eingeschränkten Epidemie mit den Verkehrstoten eines ganzen Jahres ist ziemlich daneben (wenn überhaupt, dann sollten Sie die 79 Verkehrstoten aus den ersten 15 Wochen in 2020 von 1.1. bis 13.4. (https://www.bmi.gv.at/202/Verkehrsangelegenheiten/aktuelle_unfallstatistik.aspx) mit den momentan bereits 452 COVID-19 Toten seit Ausbruch der Epidemie Ende Februar in Relation setzen, aber selbst das ist eigentlich irrelevant). Auch der Vergleich mit der normalen Grippe hinkt.
        Ich empfehle Ihnen hierzu folgende Analyse des Schweizer Arztes Dr. Paul Vogt
        https://www.mittellaendische.ch/2020/04/07/covid-19-eine-zwischenbilanz-oder-eine-analyse-der-moral-der-medizinischen-fakten-sowie-der-aktuellen-und-zukünftigen-politischen-entscheidungen/?fbclid=IwAR2ChkVn0oY-v486-DXPoV96ae3kZvfgW8NHvbBR8OOwb08src-XhRReP30

        Und ja, ich verweise betreffend gesundheitliches Gefahrenpotential auf die Einschätzung eines Arztes und nicht auf die eines Soziologen, Philosophen, Psychologen, Historikern, Politikwissenschaftern, Juristen oder Publizisten…

        So wie ich es auch für sinnvoll erachte, dass die Regierung Virologen zu Rate zieht, um die Epidemie einzuschränken.

        Ich stimme Ihnen natürlich zu, dass eine allfällige Verfassungswidrigkeit mancher Maßnahmen nicht so einfach abgetan werden darf und vor Verlautbarung von Maßnahmen eine entsprechende Prüfung durchgeführt werden sollte.

      2. Lieber Herr Kappel,

        seine Meinung zu äußern ist gut und wichtig – und ich freue mich über jeden Kommentar hier, egal welchen Inhaltes. Aber jemandem eine strafbare Handlung zu unterstellen (wie Sie mir in Punkt 5 Ihres Beitrags) ist völlig inakzeptabel und hat mit Meinungsfreiheit nichts zu tun. Bitte entfernen Sie den entsprechenden Satz umgehend, sonst bleibt mir nichts anderes übrig, als Ihren gesamten Kommentar zu löschen.

        Viele Grüße,
        Klaus Puchleitner

      3. Sie verweisen wohl wissentlich auf Coronatote und versuchen damit den fehlerhaften Eindruck zu erwecken, dass diese Leute an Covid 19 gestorben sind. Das ist falsch. Diese Menschen sind mit Covid 19 gestorben und nicht an. Wenn sie das nicht glauben lesen sie doch auf der Seite des Sozialministeriums nach.https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Coronavirus—Haeufig-gestellte-Fragen.html

        Wie viele Mensche durch den Covid 19 verstorben sind lässt sich in Österreich nicht evaluieren das es -soweit mir bekannt – keine Obduktionen gibt.

        1. Ich muss jetzt diese Diskussion grundsätzlich in Frage stellen und damit gleich die gesamten Berichte über die Zahlen an Corona- Betroffenen und Corona- Verstorbenen. Richtig können die Zahlen nie wiedergegeben werden, weil man weder die Zahlen über die Infizierten noch die Zahlen über die Toten genau eruieren kann. Daher ist jede Diskussion darüber müßig.

          Ich habe es in einer anderen Antwort schon geschrieben: Man kann nur am Ende des Jahres die Gesamtsterblichkeit in den einzelnen Ländern feststellen, und dann mit den Vorjahren vergleichen. Dann hat man eine ungefähre Vorstellung davon, wie viele Tote durch Corona verursacht worden sind, wenn man alle anderen Ursachen ausschließen kann.

          Übrigens: Die Berichterstattung der Medien, in der die Gesamttodeszahlen z.B. von Italien oder Spanien mit einer Einwohnerzahl von 60 Mio, 56 Mio mit anderen Ländern, wie z.B. Österreich mit 8,8 Mio Einwohnern in direktem Vergleich gebracht werden, sind komplett schwachsinnig. Einen Vergleich sieht man erst mit der Ermittlung einer Todesrate (aber dazu mehr am Schluss meines heutigen Beitrages).

          Das heißt, dass die derzeitige Berichterstattung über die Infizierten und Toten leider nicht 100%ig ernst genommen werden kann, weil die Zahlen viel zu ungenau sind, von den Zählweisen der einzelnen Länder abhängig sind und von den angewendeten Systemen der Zahlenermittlung.

          Es ist übrigens auch so bei der Zählung der Grippetoten: Es wird ja auch hier nicht jeder Todesfall obduziert, man weiß ja schließlich auch nicht, wie viele dezidiert an Grippe gestorben sind. Es wurde in der Vergangenheit ein moderates Grippejahr als Referenz genommen und dann im jeweiligen Betrachtungsjahr die sogenannte „Übersterblichkeit“ ermittelt, also um wie viel es eine höhere Sterblichkeit im Betrachtungsjahr gegeben hat, und damit auch wie hoch die Intensität der Grippesaison war (es wird hier immer der Zeitraum KW40 – KW20 des Folgejahres betrachtet). Es ist eine statistische Schätzung, man sieht also daran, wie gewaltig hier die Unschärfen sind.

          Trotz der Unschärfen vergleiche ich alle Zahlen aus anderen Ländern immer mit unseren Grippezahlen aus Österreich, die so wie oben beschrieben entstanden sind. In der Presse kolportierte Grippetoten (Übersterblichkeit) für Österreich:
          – 1998/1999: 6.100
          – 1999/2000: 4.200
          – 2016/2017: 4.454
          – 2017/2018: 2.868 (ca. 400.000 Erkrankungen)
          – 2018/2019: 1.400 (ca. 140.000- 150.000 Erkrankungen)
          Es schwankt sehr stark, abhängig vom Virus- Typ und den verfügbaren Impfmöglichkeiten, die Durchimpfungsrate ist aber sehr niedrig. Die Übersterblichkeit kommt in erster Linie von der Generation der über 60-jährigen.

          Ich vergleiche diese vagen Zahlen einmal mit dem vielzitierten Schweden und nehme dafür ein überdurchschnittliches Grippejahr:
          – Österreich 2016/2017: 4.454
          – Österreich Corona mit heute: 470
          – Schweden Corona mit heute: 1.580
          die beiden letzten Zahlen, Quelle: https://gisanddata.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6

          Ja, es ist richtig, dass Schweden eine höhere Gesamtzahl an Toten im Vergleich zu Österreich hat. Stellen wir das einmal in Relation zu den Einwohnerzahlen, und rechnen wir daraus die Rate aus:
          – Österreich: 8,9 Mio, Tote Corona/100.000: 5,28
          – Schweden: 10,3 Mio, Tote Corona/100.000: 15,34
          Jetzt stellen wir das einmal zur Relation mit den Zahlen aus dem Grippejahr 2026/2017 in Österreich:
          – Österreich: 8,77 Mio, Tote Grippe/100.000: 50,7; rechnet man das jetzt mit den Einwohnern von Schweden hoch kämen wir mit der Einwohnerzahl von Schweden 2020 auf eine Gesamtzahl von 5.222 Tote/Grippesaison, bei der man dann die Zahl einer überdurchschnittlichen Grippesaison hätte.

          So, und jetzt kann man – unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Bevölkerungsdichte, der unterschiedlichen Gesundheitssysteme etc. etc. etc. – darüber diskutieren:
          – muss man die Zahlen aufgrund der anderen Verhältnisse in Schweden anpassen (erhöhen oder reduzieren),
          – hat jetzt Schweden noch viel Platz, um die Zahlen der angesprochenen Grippeepidemie 2016/2017 zu erreichen oder explodiert die Zahl noch – weil sie ev. in der Ausbreitungskurve noch hinter uns sind,
          – ist das das Restrisiko, dass Schweden einkalkuliert hat und wir hier in Österreich nicht,
          – hat man also in Schweden zwischen gesundheitlichem und wirtschaftlichem Desaster anders abgewogen als in Österreich,
          – warum diskutiert man in Grippejahren bei 4.545 Toten in Österreich nicht darüber und setzt keine entsprechenden Maßnahmen (Isolierung der über 60jährigen, kostenlose Influenzaimpfung etc. etc.).

          Dieses Spiel könnte man auch für andere Länder fortsetzen, beispielsweise für Italien oder Großbritannien und mit einem Faktor für die dort nicht funktionierenden Gesundheitssysteme beaufschlagen. Ich würde gerne alleine nur anhand der nackten Zahlen eine Studie zur Vergleichsrechnung anstellen wollen und wäre neugierig, wo man pro Land landen würde.

          Man sieht daran, dass die Vergleichsrechnungen schwierig sind und nicht einfach aus den in den Medien kolportierten Zahlen Schlüsse zu ziehen sind. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Lage in Schweden am Ende des Betrachtungszeitraumes darstellen wird.

          Und übrigens: Ein Vergleich mit den Verkehrstoten ist aus meiner Sicht schlicht nicht sinnvoll, ein Vergleich mit einem durchschnittlichen Grippejahr schon eher.

    2. Sie haben kein Gegenargunent als die TV Propaganda. Das rechtfertigt nicht mal ihre Meinung geschweige ein Gegenargument. Ich habe alle Zahlen analysiert und bin wie andere zum Schluss gekommen, dass die Epidemie eine Todesrate von 0,08% hat. Davon sind primär metabolisch Kranke wie 70% der Alten durch die Fehlernährung laut medizinischer Richtlinie. Der Staat ist nur durch Opposition im Zaum zu halten. Aber da wir mit der EU ja kein demokratisches Konstruktt haben ist auch hier Handlungsbedarf. Nur Uninformierte haben Angst vor diesem ‚Virus‘ wobei die Risikogruppen zu schützen sind. Der Rest dient zur Machtsteigerung der Politiker.

      1. Nachdem die Uniklinik Innsbruck mittlerweile auch einige Fälle hat, die zuhause auskurierten weil sie nur einen milden Verlauf der Infektion ausbaden mussten, und wir reden hier von gesunden Männern um die 40, deren Lungen durch den milden Verlauf so stark geschädigt wurden, dass sie nie wieder tauchen gehen werden (und auch keinen anderen Sport mehr machen werden) und weiters vermutlich den Rest ihres Lebens Regelmässige Lungenfacharztpatienten sein werden, reden wir hier nicht nur von Risikogruppen die gefährdet sind….

        Ich bin kein Fan des rechtlichen Desasters das hier gerade stattfindet und auch kein Kurz-Fan. Ich finde den Jungen Herrn schwerst bedenklich. Aber ich warne davor, diesen Virus nicht ernst zu nehmen weil durch ihn ein machtversessener Politiker die Chance zu etwas bekommen hat, was er mit seiner früheren Koalition mit den Blauen auch schon gezeigt hat, dass er danach strebt: Absolute Macht.

        Die hat noch nie jemand gut getan…

        1. manfred: virologen sind spezialisten in punkto erforschung von „viren“ aber in keinster weise können sie die verläufe von epidemien voraussagen geschweige denn vorausberechnen! dafür gibt es andere spezialisten! man nennt sie man höre und staune „epidemologen“!! seit den ersten schweren virenangriffen wurden sie stets in entscheidungen als spezialisten miteinbezogen!! zbsp: vogelgrippe-schweinegrippe bse etc. entgegen aller von vielen selbsternannten spezialisten wurde in nahmhaten kremien in denen virologen epidemologen soziologen ökonomen etc. zusammen empfehlungen erarbeitet und die damaligen entscheidungsträger waren immer gut beraten und haben nicht hysterisch alles auf null gstellt und damit verhehrende schäden – jetzt und vor allem in zukunft verursacht !menschliche wirtschaftliche soziale und vor allem gesundheitliche folgen werden uns in zu kunft heimsuchen!! es traut sich jetzt schon fast niemand mehr zum arzt oder ins krankenhaus gehen!! ich könnte ein buch schreiben über nicht veröffentlichte zahlen zum thema tatsächlicher todesarten verläufe von cornaerkrankungen echte zahlen derjenigen leider verstorbenen mit vorerkrangungen oder influenza -anscheinend im moment nicht relevant- sowie lungentzündungen bei oben genannter risikogruppe!! entweder werden diese zahlen erst gar nicht evaluiert oder uns wissentlich nicht mitgeteilt! somit ist die bevölkerung nur mit mitteilungen von regierung und nicht kritischen medien regelrecht in ihrer meinungsfindung gelähmt und so unkritisch zum volksgehorsam verdonnert und mit nicht nachvollziehbaren strafkatalogen verunsichert und zur kasse gebeten ! wer sich also nicht selbst informiert schwimmt mit dem mainstream in eine fremdbestimmte zukunft deren auswirkungen wir nicht absehbar entgegensehen! das ist natürlich in ersterlinie meine meinung aber immer mehr menschen sind bereits derselben!! also bleibt gesund! lg m

  5. Kann mir jemand den Unterschied zwischen der Ungarischen Regierung und der Österrichischen sagen. Ungarn hat einen Orban wir viele, die überschlagen sich geradezu mit stümperhaften Verordnungen und der oberste Gerichtshof wird es einmal reparieren, Frechheit

    1. Also, bei aller Kritik, die man an Kurz anbringen kann (ich bin auch kein Fan von ihm):

      – Die österreichische Regierung kann den Ausnahmezustand nicht de facto unbegrenzt verlängern.
      – Die österreichische Regierung hat kein Gesetz erlassen, das Journalist_innen, die „Fake News“ oder Nachrichten, die „Unruhe in der Bevölkerung stiften können“ mit Haftstrafen bedroht.
      – Kein Vertreter der österreichischen Regierung hat behauptet, dass ein Teil der Opposition „dem Virus die Daumen hält.
      – Die österreichische Regierung schiebt nicht ununterbrochen über die regierungstreuen Medien dem Bürgermeister der Hauptstadt die Verantwortung für die schlimmsten Corona-Fälle zu.
      – Die österreichische Regierung veröffentlicht keine sensiblen Daten der Corona-Toten.
      – Die österreichische Regierung veröffentlicht einigermaßen plausible Zahlen zu Erkrankungen. (die offiziellen 1.916 bei einem Land ungefähr so groß wie Österreich sind vollkommen utopisch)

      ….und das betrifft jetzt nur Maßnahmen, die mit dem Coronavirus zu tun haben. Wenn es um Machtausbau geht, könnte man noch viel, viel, viel, viel, viel mehr schreiben.

  6. Sie werden alle VerSiegen mit Justizia und allen Göttern Roms. Sie sind Schuldig an allem perversen, Leid und Kriegen set dem Mord an Jesus.
    Sie schlachteten die Gerechten und mein Wort des ewigen Lebens schlachtet Sie!

  7. Also mit vielen Teilen dieses Artikels bin ich sehr einverstanden – insbesondere mit dem letzten Absatz.
    Was mich stört ist aber, dass neben dem Eingeständnis, dass man selber auch nicht genau weiß, was wirklich letztendlich die Wahrheit ist und damit auch die richtige Entscheidung darstellt, dann doch alles was unternommen wurde, sehr kritisch mit den Maßnahmen der Regierung umgeht (deren Anhänger ich aber nicht wirklich bin, vor allem nicht von unserem für mich „inhaltsleeren“ Kanzler).
    Ich für meinen Teil möchte nicht unbedingt die Verantwortung für die Entscheidungen übernehmen müssen, denn egal wie man sie macht, die Gefahr, dass sie falsch sind, sind um vieles wahrscheinlicher als die Möglichkeit, dass sie richtig sind. Und die Einflüsterer aus dem Gesundheitswesen und aus der Wirtschaft sind sicher keine angenehmen und nur hilfreiche Personen.
    Nachdem jetzt – wie es scheint – das „Gröbste“ für´s erste vorbei ist, kommen die Kritiker und eh´ schon immer Besserwisser von überall her – vielleicht auch aus Löchern, wo sie sich bisher versteckt haben.
    All diesen Kritikern, die angesichts der wirtschaftlichen Einschnitte nur Warnungen und Panik verbreiten, möchte ich ein paar Gedanken zum Überlegen der Situation näherbringen:
    1. das Virus wird immer wieder mit Influenza und deren Toten verglichen. Dabei wird vergessen, dass sich dieses Virus erst innerhalb von 3 Monaten über den Erdball verbreitet hat und – wie es scheint trotzdem zum gleichen tödlichen Erfolg kommt.
    2. wo immer Hotspots zu einem dramatischen Ausbruch geführt haben, kam man mit der Entsorgung der Leichen nicht mehr zu Rande und benötigte Militär oder Massengräber. Wo gibt es das derzeit bei Influenza?
    3. der momentan so wohlwollend betrachtete schwedische Weg ist bei genauerer Betrachtung riskant: Schweden ist ein Land mit großen Distanzen, wo die Leute grundsätzlich weniger Kontakte leben wie bei uns und trotzdem ist die Anzahl der Toten 3,5 mal so hoch wie bei uns (einwohnerbereinigt) und die Kurve hat den Knick nach unter noch nicht geschafft.
    4. die mit uns sehr vergleichbare Schweiz verzeichnet durch ein verzögertes Handeln bereits jetzt 3 mal mehr tote als Österreich.
    In einem halben Jahr sind wir dann alle gscheiter und dann haben es alle eh´schon immer gesagt!

    1. Ich beobachte die Lage jetzt auch schon über ein Monat, und setze mich recht kritisch mit den Zahlen auseinander die da von allen Seiten reintrudeln. Und sorry, aber selbst wenn man das tatsächliche Ausmaß nicht genau weiß ist doch recht klar, daß die Szenarien auf denen die Regierung aufbaut utopisch weit von der Realität entfernt sind.
      1) Die Todesrate wurde am Anfang von der WHO mit 0,1-5% angegeben, dann auf 0,2-3% revidiert. Die Regierung sagt immer wieder, daß sie mit Worst Case Zahlen rechnet, also wohl nahe der 3%. Laut den aktuellen Studien liegen wir bei 0,37% in vergleichbaren Bevölkerungen. Hat die Regierung seit dieser Erkenntnis irgendwas verändert? Nein…
      2) Die Regierung hat immer von einer Ausbreitungsrate (R0) von 2,5-3 geredet und gemeint man muß die unbedingt unter 1 bringen. Inzwischen bestätigt sogar das sonst so kritische Robert Koch Institut, daß R0 aktuell bei 0,7 liegt. Und daß es bereits bei 0,9 war zu dem Zeitpunkt wo die Maßnahmen begonnen wurden. Das heißt nicht nur, daß wir eh schon immer am designierten Ziel waren, sondern auch, daß die Maßnahmen nicht viel verändert haben. Hat die Regierung daraufhin etwas verändert? Nein…
      3) Es werden immer wieder so schön die italienischen Verhältnisse beschworen. Aber was sind denn genau die italienischen Verhältnisse? Das Land hat ein Drittel der Intensivbetten wie Österreich (pro Einwohner), eine deutlich ältere Bevölkerung und eine grauenhafte Hygiene iin den Krankenhäusern. Dazu kommt, daß nachweislich beim ersten Ruf nach Lockdown der Großteil der Pflegekräfte das Land verlassen hat und erst deswegen eine Menge Leute überhaupt im Krankenhaus gelandet sind. Also vergleichbar ist das kaum… Und am Rande: Wir hatten auch in früheren Grippewellen schon überlastete Krankenhäuser. Und das haben wir locker weggesteckt ohne das Land kaputt zu machen.
      4) Das mit dem Zahlenmaterial kann ich nur bestätigen. JEDER der ernsthaft behauptet, daß Corona nicht so schlimm ist wie alle tun war bislang bereit mir Rohdaten zu liefern und mich die Daten selbst nachprüfen zu lassen. (In manchen Fällen hab ich das dann auch getan, soweit es halt meine Statistikkentnisse zugelassen haben…) Von der Regierung habe ich immer noch kein einziges Zahlenmaterial bekommen, und das obwohl die Ministerien eigentlich verpflichtet wären das offenzulegen auf Anfrage. Ähnlich übrigens auch bei anderen Quellen. Und wenn ich mal Zahlen in die Hand kriege dann sieht man spätenstens beim zweiten Hinshcauen, daß die unsauber dargestellt sind. (Mit Blick auf RKI und Christian Drosten)
      5) Schweden hat 3,5x so viele Tote wie Österreich, bei 1,15x soviel Menschen. Laut WHO hat Schweden aber auch jedes Jahr 4-10x so viel Tote wegen Influenza wie es Österreich hat. Dementsprechend beunruhigt mich die Zahl noch recht wenig.
      6) Und nur am Rande: Wir wissen ja immer noch nicht wie viele Leute tatsächlich an Corona gestorben sind. Die Püschel-Studie aus Hamburg war da ja sehr eindeutig. (14 Corona-Tote wurden dort, entgegen dem Wunsch des Robert Koch Instituts, obudziert. Das Ergebnis: Kein einziger ist an Corona gestorben, bei 8 hat Corona nicht mal was beigetragen zum Tod, und allen 14 attestiert man, daß sie dieses Jahr sowieso verstorben wären.)

      Also ich wäre vorsichtig mit den Aussagen… In beide Richtungen…

      1. Danke für Ihren Beitrag. Sehr sachlich und unter Angabe von Beispielen argumentiert. Unheimlich wichtig und gleichzeitig bereichernd in einer Diskussion die meist nur sehr oberflächlich und dann mit den klassischen Totschlagsargumenten geführt wird. Passend zu diesem Beitrag von Klaus Puchleitner.

      2. Wieso beunruhigen Sie die schwedischen Zahlen nicht? Ein Land, das sich soviel auf seine ausgezeichnete medizinische Versorgung zugute hält, hat eine so viel höhere Todesrate? Auch bei der „normalen“ Grippe? Das beruhigt Sie???

  8. Vielen Dank, Klaus Puchleitner, für diesen Beitrag. Ich möchte ihn weder kommentieren, noch ergänzen, noch besserwisserisch korrigieren oder gar maßregeln. Er fasst meine Gedanken einfach perfekt zusammen, besser formuliert als ich es je könnte. Danke dafür.

  9. Nun, Heinz Fischer hat es euch erklärt : ein verfassungsrechtlich wasserdichtes Gesetz benötigt Wochen… In dieser Zeit breitet sich die Pandemie wie in Italien aus…. Wollen wir das?

    Und… Schon im ersten Absatz ist ein Fehler, Kurz hat nicht gesagt, dass er sich nicht an Gesetzen hält..

    Alles in Einem eine Verunglimpfung der Regierung

    1. Sie habe recht. Er hat nur indirekt gesagt, dass ihn die Rechtmäßigkeit seiner Verordnungen nicht interessiert, da bis das Verfassungsgericht reagiert, der gesamte Spuk vorbei ist. Also wenn ein Diplomat, der ja Immunität besitzt, einen Mord begeht, wohl wissentlich, nicht bestraft zu werden, weil ja immun. Ist er dann kein Mörder? Kann ich nicht beantworten! Aber das Opfer ist trotzdem tot.

  10. Dass Corona den Orbanisierungsbestrebungen unseres Bundeskanzlers entgegenkommt, ist wohl unbestritten und dass er diese Gelegenheit teilweise verfassungsrechtlich bedenklich und sogar unzulässig genutzt hat, auch. Aber zu argumentieren, dass die Maßnahmen übertrieben waren, weil es ja noch freie Intensivbetten gab, ist unverantwortlich, menschenverachtend und – sehr höflich ausgedrückt – nicht besonders intelligent. Ein Blick nach UK (bezogen auf die Einwohnerzahl fünfmal so viele Tote – und das noch ohne Dunkelziffer) macht deutlich, wie schnell es unsere Behandlungs- und Intensivstationen zerrissen hätte, wenn die Entwicklung etwas anders verlaufen wäre.

  11. Schutzmasken – Studie 2005 München
    In einer Doktorarbeit der TU München von 2005 wurden die Auswirkungen beim Tragen u.a. von einfachen Schutzmasken untersucht. Das Fazit ist erschreckend.
    Sofort nach Anlegen einer normalen dünnen OP Maske atmet man viel mehr ausgeatmetes CO2 ein. Die Auswirkungen sind so stark, dass der Doktorand die Probanden nur über einen Zeitraum von 30 Minuten testen durfte, um sie nicht zu schädigen.
    Es kommt zu Müdigkeit, schnellerer Atmung, Herzunregelmäßigkeiten, Konzentrationsschwäche, schlechterer Feinmotorik.

  12. Lieber Herr Puchleitner,

    sie sprechen mir aus der Seele. Sie treffen genau ins Schwarze. Auch das Forum ist großartig. So viele unterschiedliche aber immer auch sachliche Meinungen das tut sehr gut.

    Gratulation!

  13. Kurz & Co sind nicht die einzigen hilflos Unwissenden vor dieser Virenmacht, die z.Z. das Steuerrad Virologen und Mathematikern überlassen. Die Statistik und ihre für heilig erklärte Prognosen sind längst das zeitgenössische Orakel von Delphi geworden, nach der sich alle opportunistisch halswenderisch oder nun verängstigt drehen und aufgescheucht wenden. Sie ist das kathechetische Leitmotiv der unersättlichen Kapitalherrscher, deren Wirtschafts- und Globalisierungswahn bis hin zum Exzess sich in unsere Gesellschaft hineingefressen hat auf Kosten der Natur und jeglicher Vernunft. Ein teuflisches Mißgeschick, offenbar laborbeabsichtigt, egal ob gewollt oder ungewollt entwischt, ist nun so außer Kontrolle geraten, dass es sogar die Hartliner des Wirtschaftskultes zur Unterwerfung zwingt. Verwunderlich freilich, warum bei so rigorosem Masken- und Hygieneschutz nicht längst frühe mehr Betriebe und Arbeitende ihrer Tätigkeit nachgehen dürfen, warum die ZiB-Abendsendungen einem mathematischen Schulunterricht gleich uns täglich mit fragwürdigen und statistisch einseitigen Zahlen die Begründungsmaßnahmen einbleuen will, warum uns Polizei, Apps & Co uns Bürger/innen noch unmündiger und für dumm verkaufbar machen will, als es wir ohnehin schon sind. Freilich tanzen ein paar spuckende Partyidioten tatsächlich aus der Reihe. Es fällt nur als bedenklich auf, dass man als Regierungsvertreter sich nicht mal ansatzweise für das demokratieabtrünnige Verhalten entschuldigt und für die Wiederherstellung zumindest garantiert, sobald die Krise größtmöglich vorbei ist. Es ist der Ton der Regierung, der nicht gefällt. Da wendet die Kanzlerin unseres deutschen Nachbarlandes eine weitaus gefälligere und angenehmere Sprache an. Was die hier diskutierte Bettenanzahl auf Intensivstationen betrifft: hierzulande werden zumindest Kranke noch ernst genommen und gepflegt.Die Büchse der Pandora hat nicht Kurz sondern Trump, und vor ihm Bush,(wieder)geöffnet, indem bewusst im kleinkarierten imperialistischen Machtgedanken Salz auf syrischen, wie vorerst auf anderen nahöstlichen Boden zur Vergiftung und Unruheanstachelung gestreut wurde, um letztendlich so viel Benzin ins aufgekeimte Kleinfeuer zu gießen, bis das daraus wurde, wo wir seit 2015 mit der Flüchtlingskrise stehen. Nur hat der Grubengräber nicht sein eigenes Grab damit gerechnet: Der Preis, Europa die eingebrockte Suppe mit der Flüchtlingsaufnahme auszulöffeln, zahlt jetzt Amerika mit dem eigenen Wirtschaftstod. Die Fäden der Politik ziehen also nicht wirklich unsere Marionettenregierung, auch wenn sie sich mit der chamäleonartig verfärbenden Begründung des zuerst nicht, dann doch zu tragenden Maskenschutzes sich lächerlich verhalten hat, wie in so vielen zu Recht hier auf diesem Portal erwähnten Belangen. Sicher wäre es nicht schlecht, wenn diese zusammen mit Lobbyisten und Managern einmal selbst in die vielgeobte Kurzarbeit treten würden, von der Ausspeisung des Härtefonds leben oder von ihrem Übergehalt die Hälfte an jene Ärzte und Pfleger/-Innen abgeben würden, die für Corona ihr Leben einsetzen. Aber wer wagt in der Politik oder Wirtschaft, eine faire Geld- und Besitzverteilung umzusetzen…

  14. Kurz & Co sind nicht die einzigen hilflos Unwissenden vor dieser Virenmacht, die z.Z. das Steuerrad Virologen und Mathematikern überlassen. Die Statistik und ihre für heilig erklärte Prognosen sind längst das zeitgenössische Orakel von Delphi geworden, nach der sich alle opportunistisch halswenderisch oder nun verängstigt drehen und aufgescheucht wenden. Sie ist das katechetische Leitmotiv der unersättlichen Kapitalherrscher, deren Wirtschafts- und Globalisierungswahn bis hin zum Exzess sich in unsere Gesellschaft hineingefressen hat auf Kosten der Natur und jeglicher Vernunft. Ein teuflisches Missgeschick, offenbar laborbeabsichtigt, egal ob gewollt oder ungewollt entwischt, ist nun so außer Kontrolle geraten, dass es sogar die Hartliner des Wirtschaftskultes zur Unterwerfung zwingt. Verwunderlich freilich, warum bei so rigorosem Masken- und Hygieneschutz nicht längst frühe mehr Betriebe und Arbeitende ihrer Tätigkeit nachgehen dürfen, warum die ZiB-Abendsendungen einem mathematischen Schulunterricht gleich uns täglich mit fragwürdigen und statistisch einseitigen Zahlen die Begründungsmaßnahmen einbläuen will, warum uns Polizei, Apps & Co uns Bürger/innen noch unmündiger und für dumm verkaufbar machen will, als es wir ohnehin schon sind. Freilich tanzen ein paar spuckende Partyidioten tatsächlich aus der Reihe. Es fällt nur als bedenklich auf, dass man als Regierungsvertreter sich nicht mal ansatzweise für das demokratieabtrünnige Verhalten entschuldigt und für die Wiederherstellung zumindest garantiert, sobald die Krise größtmöglich vorbei ist. Es ist der Ton der Regierung, der nicht gefällt. Da wendet die Kanzlerin unseres deutschen Nachbarlandes eine weitaus gefälligere und angenehmere Sprache an. Was die hier diskutierte Bettenanzahl auf Intensivstationen betrifft: hierzulande werden zumindest Kranke noch ernst genommen und gepflegt. Die Büchse der Pandora hat nicht Kurz sondern Trump, und vor ihm Bush,(wieder)geöffnet, indem bewusst im kleinkarierten imperialistischen Machtgedanken Salz auf syrischen, wie vorerst auf anderen nahöstlichen Boden zur Vergiftung und Unruheanstachelung gestreut wurde, um letztendlich so viel Benzin ins aufgekeimte Kleinfeuer zu gießen, bis das daraus wurde, wo wir seit 2015 mit der Flüchtlingskrise stehen. Nur hat der Grubengräber nicht sein eigenes Grab damit gerechnet: Der Preis, Europa die eingebrockte Suppe mit der Flüchtlingsaufnahme auszulöffeln, zahlt jetzt Amerika mit dem eigenen Wirtschaftstod. Die Fäden der Politik ziehen also nicht wirklich unsere Marionettenregierung, auch wenn sie sich mit der chamäleonartig verfärbenden Begründung des zuerst nicht, dann doch zu tragenden Maskenschutzes sich lächerlich verhalten hat, wie in so vielen zu Recht hier auf diesem Portal erwähnten Belangen. Sicher wäre es nicht schlecht, wenn diese zusammen mit Lobbyisten und Managern einmal selbst in die vielgelobte Kurzarbeit treten würden, von der Ausspeisung des Härtefonds leben oder von ihrem Übergehalt die Hälfte an jene Ärzte und Pfleger/-Innen abgeben würden, die für Corona ihr Leben einsetzen. Aber wer wagt in der Politik oder Wirtschaft, eine faire Geld- und Besitzverteilung umzusetzen…

  15. Lieber Herr Kappel, wir sprechen hier nicht über ein viertel, wir sprechen von 95 bis 99 %. Wenn man sich an Püschel hält.

  16. Steht die Krise bevor oder ist sie am Höhepunkt, halten alle den Mund und verstecken sich. Sie sind mucksmäuschenstill.

    Glaubt man der Gefahr entronnen, die Krise bewältigt, dann kommen alle aus ihren Löchern und steigern ihre Kritik über die getroffenen Entscheidungen von Kopfschütteln über negative Aussagen bis zu Verschwörungstheorien. Und sie befürchten stets das Schlimmste.

    Es scheint offenbar das Wesen der Menschen zu sein, nachträglich alles besser zu wissen. Das ist bei jedem Fussballmatch zu beobachten.

    Diese Menschen neiden den Entscheidungsträgern die gewonnene Aufmerksamkeit. Sie möchten auch im Mittelpunkt stehen. Und brauchen Medien und Plattformen, um sich und ihre Kritik zu inszenieren. 

    Allen Im Nachhinein-Kritikern würde ich raten:
    Es wäre sinnvoller, bei Beginn der Krise den offenbar vorhandenen Weitblick zu zeigen und auch zu publizieren, dann können alle Dinge immer gleich richtig erkannt und gemacht werden. Im Nachhinein alles besser wissen ist leicht.

    Rückwirkend die Historie und die getroffenen Entscheidungen zu diskutieren, ist vollkommen in Ordnung. Das nennt man Manöverkritik. Ich finde diese sehr sinnvoll, wenn sie sachlich bleibt. Aber soweit sind wir noch nicht.

    Es darf nicht vergessen werden, die Maßnahmen müssen immer vorher getroffen werden, ohne genaues Wissen wie sich was entwickelt.
    Und wer schafft es schon, immer alles zu erkennen und richtig zu machen.

    Fehlen die langjährigen und umfassenden Erfahrungen dazu, gibt es keine Alternative. Man muss handeln.

    Im konkreten Fall wurde gut und richtig gehandelt. Wir haben uns dadurch bis dato viel erspart. Ich erwarte, dass alle Maßnahmen ein baldiges Ende haben. Davon gehe ich aus. Also wovor haben alle soviel Angst?

  17. Uns muss klar sein, dass es sich um eine PsyOp haandekt – das muss man zB beim Heer erkennen, wo dies auch gelehrt wird (zB für Auslandseinsätze). Warum aber geschieht es nicht, sondern alle machen brav mit? Das hat mit einer lange durchgeführten Operation zu tun, mit der ide Politik und die Gesellschaft unterwandert wurden. Es hat auch mit Vorgängen in den USA zu tun mit personellen Bezügen zu uns::

    https://alexandrabader.wordpress.com/2020/04/19/why-spygate-is-so-important/

    Kurz wird mit Benko mitfallen, wenn das Schema zusammenbricht, für das er eingesetzt wird::

    https://alexandrabader.wordpress.com/2020/04/22/the-corona-diaries-16-22-april-2020

    Es ist eine Art Coup, was abläuft, man macht den Menschen maximal Angst, indem man den Tod ins Spiel bringt und alles verkaufen kann, weil es angeblich vor diesem bewahrt. Und dann gestaltet man ein Land radikal um.

  18. Die Frage ist was können wir Bürger dagegen machen?
    Wir müssen lernen wieder selbstständig zu Denken und kritisch zu hinterfragen. Jetzt wird ein jeder sagen, ja ich bin ja kritisch. Nein das sind wir nicht alles was im Fernsehen oder im Radio kommt glaubt der Mensch. Nehmen Sie das Thema Umwelt und recherchieren Sie selbst im Internet dann werden Sie draufkommen wie oft Sie schon belogen wurden. Man kann das mit viele andere Themen machen aber das Endergebnis ist das selbe .

    1. Ich habe den Eindruck, dass man uns zur Zeit nicht nur belügt, sondern versucht uns zu verängstigen und einzuschüchtern (100.000 Tote – und das in Österreich – das sagt einem ja schon der Hausverstand, dass das nicht stimmen kann), uns Informationen vorenthält (wie viele Arbeitslose haben wir denn wirklich?, wie viele Grippetote gib es in Italien etc. pro Jahr?) und uns falsch über Ausgangsbeschränkungen und Treffen im privatem Raum informiert hat. Aber nicht nur das, es gibt Personen, die von einer Normalisierung erst 2021, 2022 und 2023 sprechen, und von einer 2. Welle und die Medien geben das ungefiltert weiter, und wir haben schon die nächste Angstmacherei.

      Die gesamten Maßnahmen waren extrem übertrieben, haben nicht auf die Eigenverantwortung der Bevölkerung abgezielt, sondern in „Kontrollfreakmanier“ versucht die Kontrolle über ein aus der Natur kommendes Virus zu erlangen. Das ist unmöglich und wird es auch so bleiben, und es wird weitere Wellen geben, so wie es das bei anderen Viren auch gibt. Niemand hinterfrägt genau die Vorgänge, Risiken und Wellen bei den bislang bekannten Grippeerregern, niemand zählt dort jeden Todesfall auf, nicht in Österreich und auch nicht in den stark belasteten Ländern wie Italien. Aus Italien hört man unter der Hand, dass es in stärkeren Grippejahren bis zu 38.000 bzw. 40.000 Tote gibt.

      Es wird Zeit, dass die Einschränkungsmaßnahmen beendet werden und wieder „hochgefahren“ wird, es hat keinen Sinn zu glauben, dass man das kontrollieren kann, man muss ein Restrisiko zulassen. Sonst haben wir zukünftig ein riesen Problem. Und das wird man jetzt langsam zugeben müssen.

  19. Die Logik der Politik aus Wazlawick’s Perspektive:

    Ein Mann sucht in der Nacht seinen Autoschlüssel unter einer Straßenlaterne. Ein Polizist kommt des Wegs und fragt, was er denn suche. „Meinen Autoschlüssel“ antwortet der Mann. „Wo haben Sie ihn denn verloren?“ fragt der Polizist. „Dort drüben“ sagt der Mann und deutet in ein Maisfeld. „Weshalb suchen Sie ihn dann hier?“. „Dort drüben ist es dunkel“. Sagt der Suchende.

    Ein Mann klatsch ständig in die Hände. Als er gefragt wird weshalb er das tut sagt er, es hält die Elefanten fern. „Welche Elefanten?“ Fragt der Interessierte. „Na sehen sie wie gut das funktioniert“, antwortet der Klatschende.

    Die gefälschte Zielscheibe. Man schießt ein Loch in die Wand und dann malt man eine Zielscheibe drum rum, um zu beweisen, dass man ins Schwarze getroffen hat.

    1. Selten so gelacht! Unsere 4 Hauptakteure bewegen sich anscheinend auch in dieser Logik! Und bitte genau einen Babyelefanten Abstand halten, oder haben wir den gerade verjagt??

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