Clocktown im Lockdown (I)

Die erste Lockdownwoche ist vorbei.

Ziehen wir eine kurze Bilanz, was sich während dieser sieben Tage in meinem Winterzuhause in Graz – Sie wissen schon, das ist jene Landeshauptstadt mit dem berühmten Uhrtum mit seinen vertauschten Zeigern, die die Zeit verkehrt herum anzeigen – trotz der Einschränkunen alles erleben ließ.

Tag 1, Montag 22. November

Es ist, als wäre gar nichts. Gar nichts anders nämlich. Gut, die Geschäfte haben zu, aber genau genommen auch nicht alle. Sonst läuft das Leben wie üblich. Im Stadtpark spielen die Studenten in größeren Gruppen, ohne Masken und ohne Abstand, ihre Ballspiele. Wie sonst auch. Die städtischen Autobusse und die Straßenbahnen sind voll mit Menschen, wie sonst auch. Die Straßen sind voll mit Autos, wie sonst auch. Wahrscheinlich hat es sich einfach noch nicht herumgesprochen, dass alle zu Hause bleiben müssen.

Tag 2, Dienstag 23. November

Ich muss einen Blumenstrauß besorgen und vermute, das könnte kompliziert werden, weil ja: Lockdown. Andererseits, meine Erfahrung vom Vortag zeigt: wer weiß. Ich gehe zum nahen Markplatz, halte im Hinterkopf meine Standard-Ausrede für den Fall einer Polizeikontrolle bereit (Spaziergang zwecks psychischer Erholung), von der aber eh klar ist, dass sie nicht stattfindet. Polizeiliche Lockdown-Kontrollen sind genau das, was du in Graz als lockdownbrechender Bürger an wenigsten fürchten musst.

An der Rückseite des Blumenstandes steht ein Grüppchen von Tschecheranten vor dem offenen Lieferanteneingang, die wohl vom benachbarten Imbissstand herüber gewechselt sind, dessen Lieferantentüre auch offen steht. Nicht schwer zu erkennen: Man hat maskenlosen Spaß. Gehe trotzdem zur Vordertüre, die verschlossen ist. Aber ich kann durch´s Glas nach hinten durchschauen, klopfe, und die Blumenstandbesitzerin macht sich auf den Weg durch ihren kleinen Laden zu mir nach vorne. Türe aufsperren, einen Spalt breit öffnen, sie sagt:

Wir haben geschlossen, aber ich habe drei Blumensträuße fertig, falls Sie einen wollen.

Ich will. Sie zeigt mir die drei Möglichkeiten hinter dem Glas und ich treffe meine Wahl per Zeigefinger. Sie packt den Strauss ein und bevor sie ihn mir durch die halb geöffnete Türe reicht, verlangt sie:

Jetzt rufen Sie mich bitte an, die Nummer steht am Schild vor Ihnen.

Tut sie tatsächlich, auf der Glastüre pickt ein Zettel. Trotzdem frage ich:

Warum denn, wir reden eh gerade miteinander?

Sie sagt:

Sie müssen den Blumenstrauß telefonisch bestellen, erst dann können Sie ihn abholen kommen.

Ich:

?

Und füge hinzu:

Ich bin ja eh schon da, um ihn abzuholen.

Sie:

Schon, aber ich brauche Ihren Anruf, um nachweisen zu können, dass Sie die Abholung telefonisch vorab angekündigt haben.

Ich:

??

Ihr Freund, der hinzugestoßen ist, fühlt sich zur genaueren Erklärung genötigt:

Wegen einer möglichen Kontrolle wär´s.

Ich:

???

Er holt Luft und setzt zu mehr Details an, aber ich denke mir, das erspar ich mir lieber.

Ich hebe den Zeigefinger – eine Geste, er möge kurz warten. Ich tippe die Nummer vom Schild ins Handy ab und bin gespant, wie es nun weitergehen wird. Das Telefon neben der Kassa läutet. Ich frage mich: Hebt sie wirklich ab? Wie wird sie sich melden? Unterhält sie sich tatsächlich vier Meter von mir entfernt per Telefon mit mir? Aber sie ignoriert das Läuten und sagt durch die Tür:

Passt, Sie können auflegen.

Ich: lege auf und denke:

WTF?!?

Damit ich zahlen kann, öffnen die Floristin und ihr Freund die Glastüre ganz. Jetzt, da ich angerufen habe, stelle ich offensichtlich keine ernstzunehmende Ansteckungsgefahr mehr dar. Ich nehme den Strauß in Empfang, zahle, und Abgang. Wieder am Weg nach Hause sehe ich auf der Rückseite des Ladens: Man ist wieder fleißig mit abstands- und maskenlosem Kommunizieren und Flüssigkeitzusichnehmen in der Gruppe tätig.

Abends dann, am Heimweg vom Besuch bei einer engen Kontaktperson, muss ich vollbremsen. Weil 15 Meter vor mir, praktisch mitten auf der Straße: ein Polizeiauto. Stehend, völlig unbeleuchtet, aber soll sein. Kontrolle.

Tatsächlich, eine Polizeikontrolle!

Aber nicht der Straßenbenützer. Auf der Straße parken die Bullen nur, vermutlich wollen sie den Asphalt des leeren Parkplatzes fünf Meter weiter schonen. Kontrolliert wird ein Fußgänger, aber vielleicht ist auch alles ganz anders, was weiß ich schon. Werden direkt neben dir Andere kontrolliert und das Land befindet sich im Lockdown, glotzt du besser nicht blöd durchs Seitenfenster, sondern siehst zu, dass du Meter gewinnst. Masken erkenne ich bei den Polizisten jedenfalls nicht, aber ich kann mich auch irren, vielleicht die Dunkelheit …

Tag 3, Mittwoch, 24.11.

Ich spaziere über den Hauptplatz und habe zur Sicherheit in einer nahen Apotheke eine Halbliterflasche Handdesinfektion gekauft, damit ich bei einer Polizeikontrolle – ich weiß ja inzwischen, dass es die doch gibt –  sagen kann: medizinischer Besorgungsweg. Immer nur psychische Erholung ist ja auch fad. Bei einem Imbissstand mache ich Halt und bestelle eine Pappschachtel Nudeln mit Hühnerfleisch, spätes Mittagessen.

Hühnerfleisch ist aus, sagt der nicht rasend engagiert wirkende junge Mann hinter der Theke, Typ dünnes Oberlippenbärtchen mit Migrationshintergrund.

Aber Sie können Nudeln mit knusprigem Hühnchen haben, fügt er hinzu.

Ich denke mir, schon wieder: ?!?

Aber ich frage:

Warum genau ist denn knuspriges Hühnchen kein Hühnerfleisch?

Knuspriges Hühnchen IST Hühnerfleisch, sagt er.

Ich:

Aber Sie haben doch gerade gesagt, Sie haben kein Hühnerfleisch mehr.

Haben wir auch nicht, Hühnerfleisch ist aus, sagt er.

Ich denke mir zuerst noch einmal: ?!?

Und danach denke ich mir, dass ich eh nicht alles durchschauen muss und dass die Leute jetzt schön langsam alle irgendwie durchzudrehen beginnen, schließlich murmle ich noch ein verhaltenes Volltrottel! in meinen Lockdownbart, und wie am Vortag beim Blumenstand: Abgang.

Tag 4, Donnerstag 25. November

Heute Auffrischungsimpfung.

Ich hatte da vor einer oder zwei Wochen so ein Déja-vu: In der Steiermark nicht möglich, denn dort beharrte man bis vor wenigen Tagen auf einer Sechsmonatsfrist, die seit Impfung Nummer 2 vergangen sein musste, während man in Wien der Meinung war, vier Monate reichen auch. Also Anmeldung zum Booster-Stich in Wien – wie schon bei Impfung Nummer 1 und Nummer 2, denn auch da schnarchten die steirischen Gesundheitsbehörden noch gemütlich vor sich hin und impften immer noch irgendwelche Risikogruppen im Schneckentempo, während in Wien bereits alle fleißig geimpft wurden.

Kaum hatte ich jedenfalls jetzt meinen dritten Wiener Impftermin, schickten mir die Steirer, die sich inzwischen mit gehöriger Verspätung der allgemeinen Ansicht angeschlossen hatten, dass vier Monate Frist genügen, per SMS die Information, für mich sei nun ein Impftermin reserviert. Und ich möge mich doch in irgendeinem steirischen IT-System einloggen, um das zu bestätigen.

Ihr könnt mich mal, ihr inkompetenten Tölpel, dachte ich und machte mich heute Morgen auf den Weg ins Austria Center Vienna zu meinem Wiener Impftermin.

Nicht besonders enthusiastisch allerdings, denn es war früher Morgen und mir als Langschläfer taugte das wenig, außerdem lange Autofahrt, und so weiter. Kurz gesagt: Mitten im nördlichen Grazer Speckgürtel bog ich statt nach rechts auf die Autobahn nach links zur Impfstraße in einem Vorortedörfchen ab. Die enge Kontaktperson vom Dienstag hatte mir berichtet, dort könne man sich ohne Termin ganz unbürokratisch und kurz und bündig und ratz und fatz den dritten Stich bei freundlichen, zuvorkommenden und serviceorientierten Menschen holen.

(Also nicht bei solchen, wie sie bei den steirischen Gesundheitsbehörden tätig sind.)

Genauso war´s auch, eine halbe Stunde später war alles vorbei. Die freundliche Impfärztin hatte ihr vermutlich 317mal pro Tag eingesetztes Scherzchen angebracht (So, jetzt gleich Nummer 3 – keine Angst, nicht die Zähne, nur der Stich, haha hihi hoho) – und ich die Entgegnung, die sie vermutlich auch 317mal am Tag zu hören bekommt (Da bin ich aber froh, ich hoffe bei den Zähnen dauert´s noch ein paar Jahrzehnte, huhu hihi haha). Und: erledigt.

Ich will aber noch erzählen: neuerliches Déja-vu.

Denn nachdem ich geimpft war und noch mein Nachsitzen im Warteraum erledigte, schickten mir die steirischen Gesundheitsbehörden ein SMS, in dem stand, man habe für mich einen Termin in eben jener Impfstraße reserviert, in der ich mich gerade impfen lassen hatte, und ich möge mich pünktlich um 9:30 Uhr (das SMS kam um 9:41 Uhr) dort einfinden. Fünf Minuten später kam ein weiteres SMS: Ich möge mich bitte im System einloggen und mir endlich einen Impftermin reservieren.

Das erinnerte mich ans späte Frühjahr, als man mir über den Zeitraum von mindestens drei Wochen ungefähr 20 SMS geschickt hatte – alle mit dem Inhalt, ich könne mich jetzt impfen lassen und es sei ein Termin für mich reserviert. Meine steten Antworten, ich sei bereits zweimal geimpft, ignorierten die Damen und Herren einfach.

Ich kann gar nicht anders als anzunehmen: Dort sind wirklich die inkompetenten Überforderten am Werk. Übrigens ist das jene steirische Behörde, der die Gesundheitslandesrätin vorsteht, die vor kurzem erst nicht geimpfte Pflegekräfte als „Todesengel“ bezeichnete und bis heute nicht den Anstand aufbrachte, zurückzutreten. Sie war auch schon Ministerin in einer österreichischen Bundesregierung tätig, aber eh nur kurz, dann wurde sie ausgetauscht. Man wird wohl gewusst haben, warum man sie ersetzt.

Jedenfalls, nun wieder zu Hause, rief ich gerade meine Mails ab: Darunter waren auch zwei von den steirischen Gesundheitsbehörden. Eines mit der Info, man habe einen Impftermin für mich reserviert (dort, wo ich vor einer guten Stunde Impfen war). Das Mail war wie das SMS um 9:41 eingetroffen, der darin angekündigte Impftermin war um 9:30 Uhr, was durchaus vom Hauch eines gewissen kafkaesken Charmes umweht wird. Zeitgleich kam ein zweites Mail mit der Aufforderung, ich möge mir doch endlich im steirischen IT-System einen Impftermin reservieren.

Die sind echt hinüber.

Tag 5, Freitag 26. November

Home Office, Arbeiten an Texten für ein neues Stakeholder-Magazin einer österreichischen Fachhochschule. Draußen vor dem Fenster weint die Stadt unter einer schmutzigen, grauen Dämmschicht gegen blauen Himmel und gelbe Sonne. Gut so, bleiben wenigstens mehr Menschen zu Hause. Wenn es kalt ist, feucht und regnerisch, fällt das Bedürfnis nach psychischer Erholung im Freien weniger drängend aus. Also: geringere Ansteckungsgefahr.

Dafür steht die nächste Katastrophe schon vor der Türe, entnehme ich den News in Web und TV. Sie nennt sich südafrikanische Variante, trägt die technische Bezeichnung „B 1.1.irgendwas“ und den Namen des fünfzehnten Buchstabens im griechischen Alphabet, also: „Omikron“. (Hat eigentlich wer die Griechen gefragt, ob die das überhaupt wollen, dass ihr Alphabet für die Namensgebung der Virusversionen herhalten muß?) Man weiß über die Omikron-Variante noch nichts Genaues, die meisten Wissenschafter legen derzeit noch die Stirn in Falten tief wie Gletscherspalten, und sagen ungefähr:

Uh, oh, auweh, ojeh, Vorsicht!

Einige wenige sagen:

Ah, woher denn, nur keine Panik, vielleicht eh gar nicht so schlimm, schaunmaamal.

Der Bundeskanzler ist auf Tauchstation, vermutlich zu beschäftigt mit dem Aufhetzen Geimpfter gegen Ungeimpfte. Der Gesundheitsminister putzt wahrscheinlich seine Sneaker, damit sie trotz des vielen Drecks, den er mit seinem inkompetenten Handeln angehäuft hat, schön sauber aussehen. Der Rendi-Wagner hat´s die Sprache verschlagen, der Meindl-Reisinger hören sowieso leider nach wie vor viel zu Wenige zu, und dem Kickl wird´s egal sein, der hat ja eh sein Pferdeentwurmungsmittel.

Die Erfahrung von 21 Monaten Pandemie lehrt uns jedenfalls, dass wir, selbst wenn wir denken, schlimmer geht eh nimmer, dann doch merken: Schlimmer geht immer!

Fix scheint derzeit nur: Die Politiker und die Amtsschimmelvertreter werden es auch mit dieser neuen Variante wieder verbocken.

Die Weltgesundheitsorganisation ist stolz, bereits drei Tage nach Entdeckung der Omikron-Variante ein Meeting dazu zustande gebracht zu haben. Das muss man sich einmal vorstellen, drei volle Tage! Und die glauben auch noch, damit sind sie gut unterwegs. Die EU kann sich schon wieder nicht zu einem einheitlichen, prompten Einreiseverbot aus all jenen Ländern durchringen, in denen die neue Variante aufgetaucht ist. Die Landespolitiker, auch die österreichischen, sperren zwar direkt-Einreisen, lassen aber das Schlupfloch der Einreise über als unbedenklich eingestufte Zwischenstationen offen. Auch Belgien gehört zu diesen, obwohl es dort schon einen Omikron-Fall gibt. Zufall natürlich nur, dass bei einem Einreiseverbot aus Belgien auch ein paar österreichische EU-Politiker plötzlich nicht mehr quarantänefrei nach Österreich dürften.

Aber eigentlich ist es ja gut, dass in diesen pandemischen Zeiten wenigstens eine Konstante existiert – Politiker, die zu inkompetent sind, die Krise zu managen. Auch jetzt noch, beinahe zwei Jahre nach ihrem Ausbruch. Die den Fluglinien lieber Hunderte Millionen, wenn nicht Milliarden an Fördergeldern aus Steuermitteln in den Rachen werfen, statt sie zu zwingen, den Flugverkehr mit Virusgebieten sofort zu stoppen – und zwar alle Fluglinien mit allen Virusgebieten. Für beides zahlen eh nicht sie, sondern wir – im ersten Fall mit unserem Steuergeld, im zweiten mit unserer Gesundheit. Einige von uns sogar mit ihrem Leben.

Ich bin da viel konsequenter: Verhänge hiermit ein sofortiges, umfassendes und ausnahmsloses Einreiseverbot in meine Wohnung für alle, die aus Südafrika, Botswana, Israel und so weiter kommen. Aus Belgien natürlich auch. Und wenn wer glaubt, mich mit einem Zwischenstopp irgendwo austricksen zu können – der oder die muss wirklich früher aufstehen. Und ich informiere hiermit auch: Ich kontrolliere das. Strengstens!

Auf meinem persönlichen Staatsgebiet kriegt Omikron keine Chance. Soll von mir aus im Stiegenhaus wüten, oder im Keller, oder am Gehsteig vor dem Haus. Aber, und jetzt schau mir in die Augen, Kleines: nicht in meinem Wohnzimmer, Baby!

Tag 6, Samstag 27.11.2021

Nichts zu berichten heute. Stillstand. Tote Hose.

Facebooke ein bissl. Schreibe am Roman weiter, Episode 5, darin geht es um einen in Triest lebenden Südtiroler, der einen Wald am Karer See erbt. Warum und wie und was, das verrate ich Ihnen natürlich nicht. Sie sollen ja in einem Jahr oder so, falls ich einen Verlag finde, dann das Buch kaufen. Aber zumindest soviel vielleicht doch: Ein gutes Ende nimmt das alles nicht.

Naja, zwei Dinge könnte ich trotz toter Hose doch noch erzählen.

Erstens, eine Beobachtung beim Einkaufen: Rafften die Menschen im ersten Lockdown noch, wir erinnern uns eh alle, massenweise Klopapier zusammen, scheint sich das nun in Lockdown Nummer 4 irgendwie auf ein vernünftiges Maß eingependelt zu haben. Doch mir fällt auf, am Supermarktparkplatz schlichten diesmal unglaublich viele Männer (Frauen nie) Bierkisten in ihre Pkw´s. Und im Supermarkt klaffen dort, wo das Bier ist, zunehmend Versorgungslücken. Es wird doch wohl hoffentlich nicht so sein, dass in verschwiegenen Wohnungen vielleicht geheime Zusammenkünfte, Lockdown-Feierlichkeiten oder Coronapartys …?

Zweitens: Hatte heute aus Langeweile zum ersten Mal seit gut eineinhalb Jahren wieder einen Golfschläger in der Hand, ein 8er-Eisen. Hab ein bissl geübt, im Wohnzimmer, Luftschläge nämlich. Ist gar nicht schlecht gelaufen. In meiner Vorstellung gelingen die Draws ziemlich gut, bei den Fades muss ich noch üben. Außerdem hab ich einen eingebildeten Ball vor meinen Füßen beim Annäherungsschlag ans ebenfalls eingebildete Grün der ersten Bahn meines Lieblingsgolfplatzes, dem Linkskurs im irischen Enniscrone, ein bissl fett erwischt. (So sagen wir Golfer, wenn wir den Ball unterschlagen.) Jetzt hat der Parkettboden ein Cut. Bitte verraten Sie´s nicht meinen Vermietern, danke. Und ich hab von der ungewohnten Tätigkeit Blasen an meiner linken Hand.

Ab morgen beschäftige ich mich lieber wieder, wie in den Lockdowns Nummer 2 und 3 auch schon, mit Shaekespeare-Sonetten statt mit Lockdown-Golf.

Tag 7, Sonntag 28.11.2021

Schnee. Setze auf Facebook ein zur Jahreszeit passendes Corona-Winterreifen-Posting ab und ernte einige Lacher aus meiner Community. Gut so, ist eh sonst alles irgendwie ein bissl traurig. Dann kurzen Waldspaziergang mit der engen Kontaktperson A. vom Dienstag gemacht, Sie kennen sie womöglich noch aus dem Blogpost „Entwinterungsfahrt 18“. Danach ihren Kater F., ein recht kapriziöses Tier alles in allem, mit Fisch und Käse gefüttert.

Wieder zu Hause angekommen, lese ich: Sogar die Marokkaner können´s besser als wir und haben ihr Land für alle Landungen weltweit gesperrt, wurscht woher. So geht wirkungsvolle Omikron-Prävention. Auch die Israelis verbieten generell die Einreise in ihr Land – und zwar für alle. Nur unser Bundeskanzler liefert sich stattdessen lächerliche Scharmützel mit dem Pferdeentwurmungsmittelmann und der Gesundheitsministeer ist irgendwie präsenzmäßig nicht auffindbar, jedenfalls schweigt er. Zu allem. Wird wohl schon wieder beim Schuhputzen sein.

Zu lachen gibt mir nur ein Facebook-Posting einer mir unbekannten Userin, sie hat herausgefunden: Ein Anagramm – also die Buchstaben eines Wortes in unterschiedlicher Reihenfolge angeordnet – des englischen Namens des neuen Virus, also „omicron“, lautet „moronic“. Das bedeutet übersetzt: „idiotisch“.

Besser wird´s in dieser ersten Lockdownwoche nicht mehr.

Bleibt gesund, liebe Blogleser und Innen, haltet euch an die Lockdown-Vorschriften, so sinnlos und mühsam sie auch sein mögen. Und verhaltet euch vor allem nicht moronic, sondern lasst euch impfen!

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