Das pompöse Blingblingen

Morgen: Weihnachten. Heiliger Abend.

Da dreht sich alles um den richtigen Baum über den richtigen Geschenken am richtigen Platz im richtigen Wohnzimmer. Nicht bei mir natürlich, aber das wissen Sie ja ohnehin schon längst, geschätzte Blogleser und Innen, seit ich Ihnen davon in der Weihnachtsgeschichte „Meet the Christkind“ aus dem Jahr 2017 erzählt habe, Sie können´s hier nachlesen.

Obwohl ich also von Weihnachtsbäumen ähnlich wenig Ahnung habe wie ich über Bezug zu ihnen verfüge, wählte die Red des famosen Kurier-Magazins „freizeit“ mich aus, ausgerechnet, um über die Weihnachtsdeko in berühmten Luxushotels zu recherchieren und zu berichten. Für die Coverstory der Ausgabe von morgen, also dem Heiligen Abend 2021. Meine allererste Geschichte, seit ich Journalismus betreibe, die es zu Weihnachten auf das Cover eines Magazins geschafft hat. Weihnachtspräsent für mich, sozusagen, Freude! Danke Chefredaktrice und Stellvertreterin von der freizeit, ihr zwei seids die Besten.

Sie können sich das selbst ansehen, liebe Blogleser und Innen, indem Sie morgen einfach ausschwärmen, zum nächsten Kiosk marschieren und den Kurier kaufen. Ich kann Ihnen bereits an dieser Stelle verraten:

Sie werden es mit dem vollen, dem ganz pompösen Blingbling zu tun bekommen.

Die großen und berühmten internationalen Häuser, vom Wiener Sacher über das Berliner Adlon oder das Plaza in New York bis zum Reid´s auf Madeira, lassen da nämlich wirklich nichts aus. Es wird dekoriert und geschmückt, was das Zeug hergibt. Und das Zeug gibt viel Zeug her. Im Mittelpunkt steht jeweils der Baum, natürlich, und der wird jeweils mit allem beladen, was da ist. Den Vogel schießt jedes Jahr das prätentiöse The Claridge´s im Londoner Stadtteil Mayfair ab, in dem schon gut zweihundert Jahre lang Filmstars und andere Celebrities absteigen, auch Winston Churchill wohnte dort einst schon, Königinnen und Könige ebenso, und so weiter. Jedes Jahr beauftragen die Hotelmanager einen bekannten Designer, sich etwas zum Thema Christbaum zu überlegen. Die Ergebnisse sind seit Jahren, nun ja, sagen wir: schillernd.

Jedenfalls, in der opulent illustrierten 8-Seiten-Story in der freizeit glitzert und blinkt und tiriliert es optisch, als wäre Weihnachten das Fest der ganz großen Überladung, was es aber eigentlich, wenn wir ehrlich sind, eh ist.

Zusätzliche Challenge für mich als Rechercheur:

Die großartigste Chefredactrice von allen und ihre genauso großartige stellvertretende Chefredactrice wollten ein Selfie von mir vor einem geschmückten Christbaum. Keine leichte Übung, denn zwei Wochen vor Weihnachten, als Redschluss und die Geschichte abzugeben war, hatte nicht nur ich noch keinen Baum im Wohnzimmer. Außerdem Lockdown – also Hotels, Kauftempel, Weihnachtsmärkte und so weiter: geschlossen. Woher daher einen allgemein zugänglichen, geschmückten Baum nehmen? Darüber hinaus verfüge ich über eine angeborene Abneigung gegen fotografische Darstellungen meiner feisten Fratze, das machte die Aufgabe zusätzlich auch noch mental herausfordernd. Doch die beiden Damen Chefredredaktricen ließen nicht mit sich verhandeln.

Also transportierte ich meinen Korpus gequält an den Fuß des Weihnachtsbaums am Grazer Hauptplatz und schoss von unten nach oben das gewünschte Selfie. Quasi optische Pendelbewegung zur schönen Opulenz der Hotelchristbaumweihnachtsdekobilder in der Story.

Ich strapazierte das hier im Blog ja schon öfters: Der Job ist hart und gnadenlos, er zwingt stets zum Äußersten und manchmal muss man Dinge tun, die man sonst nicht … Ein Selfie machen zum Beispiel. Hege aber immer noch die vage Hoffnung, dass die Red das angesichts des Ergebnisses des Selfieshootings aus Gründen des guten Geschmacks dann doch nicht abgedruckt hat. Man wird morgen sehen, was Sache ist.

Doch davon einmal abgesehen, jetzt: Weihnachtswünsche!

Liebe Blogleser und Innen, erstens hab ich Sie und euch alle lieb! Und zweitens wünsche ich Ihnen und euch mit den schönen Hotel-Christbäumen aus dem morgigen freizeit-Kurier einen wundervollen Heiligen Abend. Feiert freudvoll, friedvoll, genießet das pompöse Blingblingen und das beschauliche Singen unterm Baum, bleibt entspannt und gesund, und rutschet dann eine Woche später mit Verve in das neue Jahr 2022 hinüber, das uns hoffentlich endlich ein Ende dieser verdammten Pandemie bringen möge!

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